Huhu Frostgräfin
Wie du sicher bemerkt hast, hab ich mein Thema extra provokativ gewählt.
Ich hab ja keine Impfaufklärung und auch keine Impfberatung in dem Thema gemacht, sondern nur meine Einstellung zum Impfen kund getan.
Natürlich würde ich Eltern genau beraten, was das Impfen angeht, auch bezüglich der Risiken und Nebenwirkungen (welche im übrigen sowas von minimal sind im Gegensatz zu den Risiken der Krankheiten, die die Impfungen verhindern), ansonsten würde ich mich als Arzt strafbar machen.
Deine Webseite, die du angibst halte ich übrigens für keine seriöse Quelle!
Sie wird von einem Homöopathen betrieben und die Infos darauf sind mehr als fragwürdig.
Von den Begründungen ganz zu schweigen.
Beispiel? Gerne:
Aus Impfschaden.info zur Hepatitis B Impfung:
| Zitat: |
Die Impfung wird heute auch bei Kleinkindern propagiert. Dies ist äusserst sonderbar, da Kleinkinder oder Kinder an sich überhaupt nicht zu den Risikogruppen gehören. Den Hepatitis B wird ausschliesslich über Geschlechtsverkehr oder verschmutzes Injektionsbesteck bzw. verschmutzte Nadeln (beim Tätowieren, für Ohrstecker oder Piercing) übertragen. Nur Säuglinge, deren Mütter eine übertragbare Hepatitis B haben, gehören zur Risikogruppe. |
Allein hier hat sich die Webseite für mich schon disqualifiziert.
Sicher gehören Säuglinge und Kleinkinder nicht zur Risikogruppe für Hepatitis B, das ist schon richtig. Das ist aber auch nicht der Grund, wieso gegen Hepatitis B geimpft wird.
Es wird im Säuglingsalter gegen Hepatitis B geimpft, weil die Compliance bei den Kindern (leider nicht bei den Müttern) 100% ist. Compliance ist "der Wille, mitzumachen" (kooperatives Verhalten des Patienten), sprich sie lassen sich impfen.
In dem Alter aber, wo Hepatitis B zum Problem wird, nämlich in der Pubertät, wo die ersten Sexualkontakte stattfinden, da ist die Compliance was Impfungen und Arztbesuche angeht wesentlich geringer.
Jeder der ein Kind in der Pubertät hat, wird wissen, wovon ich rede.
Ergo schützen wir unser Kind vor einer Krankheit in einem Alter, wo es möglich ist, und hoffen nicht darauf, dass es sich schützen lässt, wenn es gefährlich wird.
Ihr klärt euer Kind ja auch über Geschlechtsverkehr, Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten vor dem ersten Geschlechtsverkehr auf, und nicht erst mitten drin, oder???
Hepatitis ist übrigens wesentlich ansteckender als HIV, doch leider ist die Angst davor und das Wissen darüber wesentlich geringer als bei HIV.
Jeder hat Angst davor "AIDS" zu bekommen, aber an Hepatitis und andere Geschlechtskrankheiten denken wenige.
Warum Kinderärzte 6fach Impfungen empfehlen.
Das hat schlicht und einfach den Grund, dass das Kind dann nur ein Mal gestochen werden muss, und nicht bis zu 6 Mal bei Einzelimpfungen.
Die Verträglichkeit, bzw. das Risiko auf Impfreaktionen ist dabei genauso hoch wie bei 6 Einzelimpfungen.
Es sprechen alle immer von Impfschäden.
Hast du dich auch mit den Krankheiten auseinandergesetzt, die diese Impfungen verhindern?
Kennst du da die Zahlen von Komplikationen? Schon mal ein Kind gesehen mit Masernencephalitis, das schwerst behindert geworden ist und wahrscheinlich keine 20 Jahre alt wird, weil es nicht geimpft wurde?
Medizin ist immer eine Risiko-Nutzenabwägung und im Falle der Impfempfehlungen der STIKO geht das Verhältnis ganz klar zur Seite von Nutzen, sprich es wird mehr Schaden verhindert als zugefügt.
Ärzte haben Medizin studiert und bilden sich kontinuierlich weiter.
Sie haben ihr wissen nicht aus dubiosen Seiten, die sie im Internet gefunden haben. Wenn ein Arzt dir eine Empfehlung gibt, oder sehr viele Ärzte und Wissenschaftler (STIKO), dann kannst du darauf vertrauen, dass die wissen, wovon sie reden.
Liebe Grüße
Michael