Frostgräfin
Achtung lang und nichts für schwache Gemüter und für noch kugelnde!
...
da ich ja ss diabetes hatte war ausgemacht das ich nicht über termin gehen sollte. die einleitung sollte am eigentlichen geburtstermin beginnen also am 03.08.06 um halb neun.
wir also mit gepackten taschen morgens in aller ruhe los ins kh dort angekommen hat man mich gleich ohne zeitverluste ans ctg angeschlossen um zu schauen ob schon wehen vorhanden waren. nö nichts ,-)
dann kam eine hebamme und wollte mir gleich eine einleitungspille geben, ich sagte nur zu ihr das dies so nicht korrekt wäre da ich mit der oberärztin ausgemacht hätte das man mich erstmal untersuchten würde und erst dann je nach befund entscheiden wollte ob man versucht mit tabletten oder mit nem gel auf dem muttermund einleitet. dies hat die hebamme aber wohl nicht wirklich interessiert. also musste ich erstmal eine einverständniserklärung unterschreiben das ich mit tabletten eingeleitet werde. begründung der hebamme damit hätte man gute erfahrungen und das würde schon klappen (also fand eine eingangs untersuchung schon mal nicht statt, was ich schon komisch fand! aber man weiß es ja nicht besser und verlässt sich darauf was die einem sagen - darüberhinaus sind diese pillen wohl günstiger als das gel ...)
also durfte ich um ca. 9 uhr die erste tablette nehmen. daraufhin kam die hebemme und meinte ein kamerateam von rtl wär im hause - die wären auf der suche nach frauen die bereit sind die geburt und das drumherum für die sendung mein baby filmen zu lassen - wir sagten nur wir würden uns das mal durch den kopf gehen lassen.
also wieder halbe stunde ctg, dann durfte ich zwei stunden rumlaufen und auch mein zimmer auf station beziehen. bekam sogar noch frühstück ,-)
nach den zwei stunden wieder ctg. leichte wehen waren schon zu verzeichen. wieder halbe stunde ctg
das zog sich im zwei stunden abstand bis abends um halb elf hin alle zwei stunden ctg und alle vier stunden eine tablette, die wehen wurden zunehmens regelmässiger und auch schmerzhafter. zwischendurch bat ich schon um schmerzmittel aber da bekam ich zur aussage "das wäre doch noch NICHTS ...!"
eine untersuchung fand bis dahin immer noch nicht statt ...
um halb elf sollte ich dann selber entscheiden ob ich noch eine tablette zum einleiten wollte oder ob ich morgens um 6 uhr damit weitermachen wollte. ich war mir unschlüssig. mittlerweile hatte ich auch schon die dritte hebamme und jede von denen hatte mir in der zwischenzeit was anderes erzählt ... einen arzt hatte ich bis zu dem zeitpunkt auch noch nicht gesehen ... da ich nicht in der lage war eine entscheidung zu treffen meinte die nachthebamme dann wir würden morgen zwischen 8-9 wietermachen.
an schlaf war in dieser nacht nicht zu denken da ich vor mich hinwehte, kein schmerzmittel bekam und immer dachte ich wär ein weichei und ich würde mich anstellen (das bekam ich ja auch von allen möglichen leuten dort gesagt)
morgens um kurz vor sieben am 04.08.06 kam dann plötzlich eine lernschwester bei mir ins zimmer raunzte mich an ich hätte mich gefälligst um 7 uhr im ctg zimmer einzufinden ...! ich dachte mir nur "hallo gehts noch?" da man mir in der nacht sagte das es zwischen 8-9 weitergehen sollte ... also schleppte ich mich erstmal unter die dusche da ich total durchgeschwitzt war.
im ctg zimmer bekam ich gleich die nächste tablette und hing wieder ne halbe stunde am ctg. mein schatz kam dann so gegen ca. halb nuen ins kh da er sich auch auf die aussage verlassen hatte von der nachthebamme (er brauchte ja auch dringend ein bischen schlaf)
das ganze spielchen mit tablette ctg zog sich dann auch wieder im zwei stunden abstand hin. um ca. zwölf uhr mittags kam wieder jemand und fragte uns wegen rtl wähernd ich am ctg lag und schmerzhafte wehen hatte (...). die hebamme meinte nur wenn ich mich dazu entschließen würde, würde sie auch überstunden machen und solange bei mir bleiben bis die geburt vorbei ist ansonsten müsste ich halt wieder einen hebammenwechsel mitmachen ...
dann bemerkte sie auch das der kleene schlief während meiner wehen also entschloss sie sich mir eine branüle zu legen um den kleenen wachzumachen schwupps schon lag die branüle ... sanft ist was anderes ... da wir uns immer noch unschlüssig waren wegen rtl sagten wir dann solle er doch mal vorbeikommen und wir hören uns an was er zu erzählen hat. (da fand ich das schon extrem nervig! da ich weiß gott andere probleme hatte!) schmerzmittel bekam ich immer noch nicht! und noch immer keine untersuchung oder einen arzt gesehen!
um kurz vor eins endlich eine untersuchung. die hebamme stellte fest das der muttermund schon 4cm offen war. da brach das erste mal panik in mir aus und ich fing an zu heulen (ist ja sicher auch kein wunder nach der zeit) die hebamme fragte mich nur was ich denn hätte und schickte meinen schatz zu mir der hinter einem paravant saß wähern der untersuchung.
im anschluss wurd ich in die badewanne verfrachtet zur entspannung ...! während ich also nackig in der badewanne saß kam erneut jemand von rtl und fragte ob wir uns jetzt entschieden hätten. da ich dermaßene schmerzen hatte habe ich mich dann definitiv dagegen entschieden, der mann von rtl versucht noch auf uns einzureden ...! (zumindest empfand ich das so)
direkt nach der badewann wurde ich in den kreißsaal verfrachtet aber noch immer keine schmerzmittel.
die schmerzen wurden immer unerträglicher um zwei uhr bekam ich dann ein schmerzmittel über die branüle welches meines erachtens NICHT für 5cent anschlug.
dann sollte ich mich noch auf die seite rollen damit sie das ctg anschließen konnte, das ging unter enormen schmerzen auch da wurde ich angeraunzt was ich denn hätte wär doch alles nicht so tragisch. und dann ging es erst richtig los. zusätzlich wurde dann noch wehenmittel auch über einen andern zugang gelegt (wenn ich das richtig in erinnerung habe) und ich habe gedacht ich müsse sterben. da war nichts mit veratmen oder positionswechsel etc. pp. wie wir so schön im gvk gelernt hatten.
ich schrie mir die seele aus dem leib vor schmerzen. die hebamme kam alle 20-25 minuten mal vorbei und schaute nach mir mehr passierte auch nicht. mein schatz ist mehrere male nach draußen und bat um wirklich anschlagende schmerzmittel da ich ihn mittlerweile bereits mehrmals gebeten hatte meinem leben ein ende zu setzen, ich wusste nicht ob ich weinen, brüllen oder schreien sollte also alles in einem. es kam mir so vor als würde mir jemand bei lebendigem leibe einzelne organe rausreißen! ab da hat mich auch jegliches zeitgefühl verlassen. ich weiß nur das ich wirklich schrie wie am spieß und ich weiß auch nicht ob zwischen den einzelnen wehen eine pause war. jedenfalls wollte ich sterben und hatte auch das gefühl als würde ich sterben müssen.
mein schatz musste zwischenzeitlich ein zwei drei mal den kreißsaal verlassen da das geschrei von mir natürlich auch an seinen nerven zerrte. er meinte später nur er hätte mich auf dem parkplatz vorm kh noch schreien hören.
ob ich zwischenzeitlich mal untersucht worden bin wie weit der muttermund schon offen ist kann ich gar nicht sagen ich weiß nur das ich die meiste zeit ALLEINE im kreißsaal war und man mich dort einfach liegen ließ!
irgendwann sprengte die hebamme mir die fruchtblase da sich diesbezüglich auch nichts tat
mein schatz ist auch hin und wieder raus um nach weiteren schmerzmitteln zu fragen aber da bekam er nur die aussage "... ach das rumgeschreie ist normal, das kennen wir schon!"
ich weiß auch noch das die hebamme WENN SIE DANN MAL MAL IM KREISSSAAL WAR, mir keine auskunft geben wollte wie lange es denn noch dauern könnte. auf meine bitte hin mir das kind doch via kaiserschnitt zu holen bekam ich nur die pampige antwort "wenn wir das machen schaden wir dem kind, DAS können sie doch nicht wollen oder?"
nein das wollte ich nicht, ich wollte nur noch sterben!
um kurz vor 17 uhr wollte mein schatz wieder raus eine rauchen und hat auf dem flur eine unterhaltung der hebamme und der ärzte mitbekommen in der sie sich darüber unterhielten das sie sich so langsam mal überlegen müssten wie es weitegehen solle mit mir da das alles schon zu lange dauern würde. auf seine nachfrage was es denn für alternativen gäbe bekam er nur die lapidare antworte "das sehen wir dann."
ich weiß auch gar nicht wann die presswehen angefangen hatten und wieviele es waren, vom gefühl her würd ich sagen 15-20 (?) keine ahnung.
während der presswehen drückte mir einer von den ärzten auch mehrmals meinen kopf mit gewalt nach vorne (weil ich konnte nicht mehr) und das obwohl ich im vorgespräch mehrmals erwähnt habe das ich mehrere bandscheibenvorwölbungen im halswirbel habe und ich das nicht kann und auch nicht möchte! das ergebnis könnt ihr euch sicher denken ...
aber irgendwann wurde es hektisch im kreissaal eine oberärztin ein arzt und eine hebamme waren da. ich merkte plötzlich nur einen ratsch im unterleib, das war der dammschnitt (ca. 2,5 cm) dann warf sich plötzlich jemand auf meinen bauch und drückte von oben und ich hatte das gefühl ich würde unten platzen und reißen (ist auch korrekt da ich zuzätzlich noch einen scheidenriss habe) und dann war der kleene da. ich hörte nur noch die aussage "ah ein sternengucker".
dann setzte ein blackout ein bei mir ich kann mich nicht erinnern wie man mir den kleenen mann auf die brust gelegt hat nichts.
man schatz wurde auch nicht gefragt ob er die nabelschnur durchschneiden wollte das tat einfach jemand von denen.
aber an das anschließende nähen kann ich mich erinnern auch dort wurde ich von der oberärztin angeraunzt ich solle mich nicht so anstellen weil das ebenfalls sehr schmerzhaft war. aber dann der kracher, man nahm mir blut ab um die blutzuckerwerte von mir zu testen, da stach man mir also in den finger mit den worten "das könnte jetzt ein wenig wehtun" muahuaha ...
ich kann mich auch nicht daran erinnern wie man mich vom kreißsaal in ein anderes zimmer schob, wie man mir den gewaschenen, gewogenen, untersuchten, gemessenen und angezogenen marius an der brust anlegte, diese erinnerung hab ich auch nur auf den fotos die mein schatz gemacht hat. man sagte mir auch nicht das der kleene man schon total blau angelaufen war weil er bereits zu lange bei mir im bauch im war.
meine schummrige erinnerung setzte erst ab dem zeitpunkt wieder ein als ich vom bett aufstehen wollte weil ich musste und dann dort plötzlich kolabierte und in meiner eigenen blutlache am boden lag und immer jemand zu mir sagte, frau xxx machen sie die augen auf.
knapp zwei stunden später als mich die schwester wieder auf die toilette bringen wollte bin ich erneut kolabiert und knallte mit dem kopf gegen die toilettenwand.
alles in allem eine horrorgeburt von 35 stunden.
ich warte bis heute auf die glücksgefühle nach der geburt
...
da ich ja ss diabetes hatte war ausgemacht das ich nicht über termin gehen sollte. die einleitung sollte am eigentlichen geburtstermin beginnen also am 03.08.06 um halb neun.
wir also mit gepackten taschen morgens in aller ruhe los ins kh dort angekommen hat man mich gleich ohne zeitverluste ans ctg angeschlossen um zu schauen ob schon wehen vorhanden waren. nö nichts ,-)
dann kam eine hebamme und wollte mir gleich eine einleitungspille geben, ich sagte nur zu ihr das dies so nicht korrekt wäre da ich mit der oberärztin ausgemacht hätte das man mich erstmal untersuchten würde und erst dann je nach befund entscheiden wollte ob man versucht mit tabletten oder mit nem gel auf dem muttermund einleitet. dies hat die hebamme aber wohl nicht wirklich interessiert. also musste ich erstmal eine einverständniserklärung unterschreiben das ich mit tabletten eingeleitet werde. begründung der hebamme damit hätte man gute erfahrungen und das würde schon klappen (also fand eine eingangs untersuchung schon mal nicht statt, was ich schon komisch fand! aber man weiß es ja nicht besser und verlässt sich darauf was die einem sagen - darüberhinaus sind diese pillen wohl günstiger als das gel ...)
also durfte ich um ca. 9 uhr die erste tablette nehmen. daraufhin kam die hebemme und meinte ein kamerateam von rtl wär im hause - die wären auf der suche nach frauen die bereit sind die geburt und das drumherum für die sendung mein baby filmen zu lassen - wir sagten nur wir würden uns das mal durch den kopf gehen lassen.
also wieder halbe stunde ctg, dann durfte ich zwei stunden rumlaufen und auch mein zimmer auf station beziehen. bekam sogar noch frühstück ,-)
nach den zwei stunden wieder ctg. leichte wehen waren schon zu verzeichen. wieder halbe stunde ctg
das zog sich im zwei stunden abstand bis abends um halb elf hin alle zwei stunden ctg und alle vier stunden eine tablette, die wehen wurden zunehmens regelmässiger und auch schmerzhafter. zwischendurch bat ich schon um schmerzmittel aber da bekam ich zur aussage "das wäre doch noch NICHTS ...!"
eine untersuchung fand bis dahin immer noch nicht statt ...
um halb elf sollte ich dann selber entscheiden ob ich noch eine tablette zum einleiten wollte oder ob ich morgens um 6 uhr damit weitermachen wollte. ich war mir unschlüssig. mittlerweile hatte ich auch schon die dritte hebamme und jede von denen hatte mir in der zwischenzeit was anderes erzählt ... einen arzt hatte ich bis zu dem zeitpunkt auch noch nicht gesehen ... da ich nicht in der lage war eine entscheidung zu treffen meinte die nachthebamme dann wir würden morgen zwischen 8-9 wietermachen.
an schlaf war in dieser nacht nicht zu denken da ich vor mich hinwehte, kein schmerzmittel bekam und immer dachte ich wär ein weichei und ich würde mich anstellen (das bekam ich ja auch von allen möglichen leuten dort gesagt)
morgens um kurz vor sieben am 04.08.06 kam dann plötzlich eine lernschwester bei mir ins zimmer raunzte mich an ich hätte mich gefälligst um 7 uhr im ctg zimmer einzufinden ...! ich dachte mir nur "hallo gehts noch?" da man mir in der nacht sagte das es zwischen 8-9 weitergehen sollte ... also schleppte ich mich erstmal unter die dusche da ich total durchgeschwitzt war.
im ctg zimmer bekam ich gleich die nächste tablette und hing wieder ne halbe stunde am ctg. mein schatz kam dann so gegen ca. halb nuen ins kh da er sich auch auf die aussage verlassen hatte von der nachthebamme (er brauchte ja auch dringend ein bischen schlaf)
das ganze spielchen mit tablette ctg zog sich dann auch wieder im zwei stunden abstand hin. um ca. zwölf uhr mittags kam wieder jemand und fragte uns wegen rtl wähernd ich am ctg lag und schmerzhafte wehen hatte (...). die hebamme meinte nur wenn ich mich dazu entschließen würde, würde sie auch überstunden machen und solange bei mir bleiben bis die geburt vorbei ist ansonsten müsste ich halt wieder einen hebammenwechsel mitmachen ...
dann bemerkte sie auch das der kleene schlief während meiner wehen also entschloss sie sich mir eine branüle zu legen um den kleenen wachzumachen schwupps schon lag die branüle ... sanft ist was anderes ... da wir uns immer noch unschlüssig waren wegen rtl sagten wir dann solle er doch mal vorbeikommen und wir hören uns an was er zu erzählen hat. (da fand ich das schon extrem nervig! da ich weiß gott andere probleme hatte!) schmerzmittel bekam ich immer noch nicht! und noch immer keine untersuchung oder einen arzt gesehen!
um kurz vor eins endlich eine untersuchung. die hebamme stellte fest das der muttermund schon 4cm offen war. da brach das erste mal panik in mir aus und ich fing an zu heulen (ist ja sicher auch kein wunder nach der zeit) die hebamme fragte mich nur was ich denn hätte und schickte meinen schatz zu mir der hinter einem paravant saß wähern der untersuchung.
im anschluss wurd ich in die badewanne verfrachtet zur entspannung ...! während ich also nackig in der badewanne saß kam erneut jemand von rtl und fragte ob wir uns jetzt entschieden hätten. da ich dermaßene schmerzen hatte habe ich mich dann definitiv dagegen entschieden, der mann von rtl versucht noch auf uns einzureden ...! (zumindest empfand ich das so)
direkt nach der badewann wurde ich in den kreißsaal verfrachtet aber noch immer keine schmerzmittel.
die schmerzen wurden immer unerträglicher um zwei uhr bekam ich dann ein schmerzmittel über die branüle welches meines erachtens NICHT für 5cent anschlug.
dann sollte ich mich noch auf die seite rollen damit sie das ctg anschließen konnte, das ging unter enormen schmerzen auch da wurde ich angeraunzt was ich denn hätte wär doch alles nicht so tragisch. und dann ging es erst richtig los. zusätzlich wurde dann noch wehenmittel auch über einen andern zugang gelegt (wenn ich das richtig in erinnerung habe) und ich habe gedacht ich müsse sterben. da war nichts mit veratmen oder positionswechsel etc. pp. wie wir so schön im gvk gelernt hatten.
ich schrie mir die seele aus dem leib vor schmerzen. die hebamme kam alle 20-25 minuten mal vorbei und schaute nach mir mehr passierte auch nicht. mein schatz ist mehrere male nach draußen und bat um wirklich anschlagende schmerzmittel da ich ihn mittlerweile bereits mehrmals gebeten hatte meinem leben ein ende zu setzen, ich wusste nicht ob ich weinen, brüllen oder schreien sollte also alles in einem. es kam mir so vor als würde mir jemand bei lebendigem leibe einzelne organe rausreißen! ab da hat mich auch jegliches zeitgefühl verlassen. ich weiß nur das ich wirklich schrie wie am spieß und ich weiß auch nicht ob zwischen den einzelnen wehen eine pause war. jedenfalls wollte ich sterben und hatte auch das gefühl als würde ich sterben müssen.
mein schatz musste zwischenzeitlich ein zwei drei mal den kreißsaal verlassen da das geschrei von mir natürlich auch an seinen nerven zerrte. er meinte später nur er hätte mich auf dem parkplatz vorm kh noch schreien hören.
ob ich zwischenzeitlich mal untersucht worden bin wie weit der muttermund schon offen ist kann ich gar nicht sagen ich weiß nur das ich die meiste zeit ALLEINE im kreißsaal war und man mich dort einfach liegen ließ!
irgendwann sprengte die hebamme mir die fruchtblase da sich diesbezüglich auch nichts tat
mein schatz ist auch hin und wieder raus um nach weiteren schmerzmitteln zu fragen aber da bekam er nur die aussage "... ach das rumgeschreie ist normal, das kennen wir schon!"
ich weiß auch noch das die hebamme WENN SIE DANN MAL MAL IM KREISSSAAL WAR, mir keine auskunft geben wollte wie lange es denn noch dauern könnte. auf meine bitte hin mir das kind doch via kaiserschnitt zu holen bekam ich nur die pampige antwort "wenn wir das machen schaden wir dem kind, DAS können sie doch nicht wollen oder?"
nein das wollte ich nicht, ich wollte nur noch sterben!
um kurz vor 17 uhr wollte mein schatz wieder raus eine rauchen und hat auf dem flur eine unterhaltung der hebamme und der ärzte mitbekommen in der sie sich darüber unterhielten das sie sich so langsam mal überlegen müssten wie es weitegehen solle mit mir da das alles schon zu lange dauern würde. auf seine nachfrage was es denn für alternativen gäbe bekam er nur die lapidare antworte "das sehen wir dann."
ich weiß auch gar nicht wann die presswehen angefangen hatten und wieviele es waren, vom gefühl her würd ich sagen 15-20 (?) keine ahnung.
während der presswehen drückte mir einer von den ärzten auch mehrmals meinen kopf mit gewalt nach vorne (weil ich konnte nicht mehr) und das obwohl ich im vorgespräch mehrmals erwähnt habe das ich mehrere bandscheibenvorwölbungen im halswirbel habe und ich das nicht kann und auch nicht möchte! das ergebnis könnt ihr euch sicher denken ...
aber irgendwann wurde es hektisch im kreissaal eine oberärztin ein arzt und eine hebamme waren da. ich merkte plötzlich nur einen ratsch im unterleib, das war der dammschnitt (ca. 2,5 cm) dann warf sich plötzlich jemand auf meinen bauch und drückte von oben und ich hatte das gefühl ich würde unten platzen und reißen (ist auch korrekt da ich zuzätzlich noch einen scheidenriss habe) und dann war der kleene da. ich hörte nur noch die aussage "ah ein sternengucker".
dann setzte ein blackout ein bei mir ich kann mich nicht erinnern wie man mir den kleenen mann auf die brust gelegt hat nichts.
man schatz wurde auch nicht gefragt ob er die nabelschnur durchschneiden wollte das tat einfach jemand von denen.
aber an das anschließende nähen kann ich mich erinnern auch dort wurde ich von der oberärztin angeraunzt ich solle mich nicht so anstellen weil das ebenfalls sehr schmerzhaft war. aber dann der kracher, man nahm mir blut ab um die blutzuckerwerte von mir zu testen, da stach man mir also in den finger mit den worten "das könnte jetzt ein wenig wehtun" muahuaha ...
ich kann mich auch nicht daran erinnern wie man mich vom kreißsaal in ein anderes zimmer schob, wie man mir den gewaschenen, gewogenen, untersuchten, gemessenen und angezogenen marius an der brust anlegte, diese erinnerung hab ich auch nur auf den fotos die mein schatz gemacht hat. man sagte mir auch nicht das der kleene man schon total blau angelaufen war weil er bereits zu lange bei mir im bauch im war.
meine schummrige erinnerung setzte erst ab dem zeitpunkt wieder ein als ich vom bett aufstehen wollte weil ich musste und dann dort plötzlich kolabierte und in meiner eigenen blutlache am boden lag und immer jemand zu mir sagte, frau xxx machen sie die augen auf.
knapp zwei stunden später als mich die schwester wieder auf die toilette bringen wollte bin ich erneut kolabiert und knallte mit dem kopf gegen die toilettenwand.
alles in allem eine horrorgeburt von 35 stunden.
ich warte bis heute auf die glücksgefühle nach der geburt
In meiner Schwangerschaft sind solche Geschichten glatt an mir abgeprallt. Komisch mit den Hormonen, oder?
und ich noch gekönnt hätte wäre hätte ich mich von meinem Schatz in ein anderes KH fahren lasse, das war ja unter aller s.. das verhalten dort gegenüber zu dir.