Erste Hilfe bei Vergiftung

Giraffenkind
Zitat:
Erste Hilfe bei Vergiftung

Häufig sind es Kinder, die sich mit der Einnahme von giftigen Substanzen in Lebensgefahr bringen.
Für solche Fälle, gibt es eine Giftnotrufzentrale, die man anrufen kann, um genaue Informationen über die Art der Vergiftung und die Behandlung zu bekommen.

GIFTNOTRUF BUNDESWEIT: 030/1 92 40 oder 03372/9 65 33 53

Halten Sie das Risiko von Vergiftung so gering wie möglich, indem ...

... Sie keine giftigen Substanzen wie Medikamente, alkoholischen Getränke, Zigaretten in Reichweite von Kindern aufbewahren.

... Sie keine giftigen Substanzen wie Putzmittel in Trinkflaschen umfüllen.

... Sie giftige Pflanzen aus ihrem Haushalt verbannen.

Anzeichen für eine Vergiftung

Von einer Minute auf die andere wirkt der Betroffene plötzlich schwerkrank, er schwitzt, übergibt sich, Veränderungen an den Pupillen können auftreten. Möglich ist auch, dass der Betroffene anfängt zu torkeln, zu lallen, kaum ansprechbar ist oder bewussstlos wird. Auch eine extrem blasse oder auch gerötete Gesichtsfarbe, Herzrasen oder kaum mehr wahrnehmbarer Herzschlag können Anzeichen für eine Vergiftung sein.


Was ist zu tun?

Sie müssen sofort einen Notarzt rufen!

Versuchen Sie herauszufinden, was der Betroffene zu sich genommen hat. Handelt es sich bei dem Betroffenen um ein Kind,lassen Sie sich die Flasche oder Verpackung zeigen. Achten Sie auf potentielle Hinweise in der direkten Umgebung des Kindes: geöffnete Medikamentenschachteln, leere Putzmittel, Alkoholflaschen, heruntergeworfene volle Aschenbecher, Pflanzenteile in der näheren Umgebung des Kindes. Stellen Sie dergleichen sicher und zeigen Sie es dem Notarzt.

Bei schäumenden Substanzen, ätzenden Substanzen wie Säuren und Laugen oder, wenn der Bewusstseinszustand des Betroffenen getrübt ist, darf auf nie Erbrechen ausgelöst werden. Ätzende Säuren und Laugen (z.B. "Domestos") würden durch ein provoziertes Erbrechen in erneuten Kontakt mit der Schleimhaut der Speiseröhre kommen und diese erneut verätzen. Bei verschlucktem Spülmittel kann durch die Versuche das Erbrechen zu provozieren letztlich eine große Menge Schaum geschlagen werden, der dann durch Einatmen in die Lunge gelangt und dort eine Lungenentzündung hervorruft.
Erbrechen sollte bei dem Betroffenen nur dann provoziert werden, wenn Medikamente, giftige Pflanzenteile oder Alkohol zu der Vergiftung geführt haben. Man löst das Erbrechen aus, indem man dem Betroffenen viel Wasser zu trinken gibt und ihm dann den Finger in den Hals steckt um den Brechreiz auszulösen.

Bei Säuren und Laugenvergiftung sofort Wasser trinken lassen, um die giftige Substanz zu verdünnen.

Bei unklarer Vergiftungssubstanz auf keinen Fall Hausmittelchen versuchen, sondern lieber das Eintreffen des Notarztes abwarten.


Quelle: hoppsala
Rebian
Der Bericht über erste Hilfe bei Vergiftung ist zwar im großen und ganzen richtig, lässt sich aber auch kürzer und chronologisch besser abfassen.

Anzeichen:
Eine Vergiftung kann grundsätzlich alle Anzeichen einer Gesundheitsverschlechterung zeigen. Je schneller der Effekt eintritt, desto schlimmer ist die Vergiftung.

Massnahmen:
Bei dem Verdacht einer Vergiftung die 112 (Bundesweit) anrufen und der Person in der Leitstelle die Symptome schildern (Er/Sie entscheidet dann, ob der Notarzt mitkommt, oder nicht).
Schachteln, Flaschen, Pflanzen etc. mit denen sich das Kind vergiftet haben könnte bereit halten für den Arzt, oder die RA.
Die vergiftete Person immer im Auge behalten.
Bei Bewußtlosigkeit - stabile Seitenlage.
Bei Atemstillstand - Beatmung (Vorsicht bei Kontaktgiften (Säuren, Laugen, E605 es besteht Gefahr für den Helfenden).
Bei Herz-Kreislaufstillstand - Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Wichtigste Massnahme: Ruhe bewahren, auch wenn es schwerfällt.

Verhinderung von Vergiftungen:

Ich glaube das kann jeder selbst herausfinden, der ein bisschen gesunden Menschenverstand hat.

Grundsätze:

Alles was der Mensch auch oral zu sich nehmen darf (Pilze, Tabletten, Alkohol, Zigaretten) darf er auch erbrechen ALLES ANDERE SOLLTE DRINBLEIBEN

Erst die 112 anrufen und dann die Giftnotrufzentrale (ich empfehle die 030 19240)