Sternschnuppe
Also ich hab heut Abend einige "Spezial-Sendungen" gesehen. Hab mir die Worte seiner Frau angehört. Was ihn zum Selbstmord bewogen hat, weiß nur er allein und ich denk nicht, dass es nur mit dem Tod seiner Tochter zusammenhängt.
Ich selbst war leider dies Jahr selber in eine Depri gerutscht, nicht akut, aber es war eine. Und auch wenn es nur eine leichte vorrübergehende bei mir war. Das ist ein Scheixx gefühl.
Mein Mitgefühl seiner Familie und seinen Fußballkollegen und Freunden.
Der Sport hat einen ganz großen verloren.
Ihr habt mit dem Wort "Feige" bestimmt nicht unrecht, aber muß man ihm jetzt noch Vorwürfe machen?
LaDoLa
@ Schnupfi er war ja in Behandlung , seid 2003 schon , nur war das nicht bekannt. In seinem Abschiedsbrief hat er sich ja auch endschuldigt,das er seinen Therapeuten und seine Frau anlügen mußte,damit niemand merken konnte,das er aus dem Leben gehen wollte. Hab selber ja schon seid edlichen Jahren Depr. und weiß ,das nichts und niemand einem wirklich helfen kann. Klar bekommt man in akuten Schüben Medis. aber die helfen auch nur bedingt. Die schwarzen Gedanken lassen sich zwar in Schach halten, aber unterschwellig sind sie halt da...leider....wie man nun sieht....
Becci
Ich muß zugeben-ich hatte keine Ahnung wer der Mann ist.
Mich macht es betroffen das jemand so unbemerkt seinen Tod planen kann. Und ich frage mich ob ich noch aufmerksamer sein sollte wenn ich das gefühl hsbe jemand ist depressiv. Ich finde es überhaupt sehr, sehr tragisch wenn sich jemand für den Tod entscheidet. Wobei ich nicht weiß wie ich auf den Verlust meines Kindes reagieren würde. Ich fürchte ich könnte auch keinen Tag überleben und ich denke man kann den Ausmaß des Schmerzes nicht begreifen der in der Seele mancher Menschen wohnt.Menschen die nach schweren Verlusten Kraft zum weiterleben finden haben meinen ganzen Respekt!
deirdre
Wenn man soweit ist, dass man sich wirklich das Leben nehmen will, ist einem die Umwelt scheissegal.
Dann ist man an einem Punkt, in dem man die Welt von einem selbst befreien möchte.
An dem man das Gefühl hat, die Familie, der Partner, die eigenen Kinder sind ohne einen besser dran.
Ich war mehrfach an dem Punkt ... aber ich hatte den Vorteil, dass ich ein Kind in meinem Bauch hatte.
Und dieses Kind hat ein Recht auf Leben. ICH bin nichts wert, aber dieses Kind in meinem Bauch hat das Recht die Welt kennenzulernen.
Also habe ich mich gezwungen durchzuhalten ...
Das war die härteste Zeit in unserer Familie.
Auch die Zeit nach der Geburt war hart, aber ich habe nach der Geburt irgendwann tatsächlich Hlife bekommen, die mir in der SChwangerschaft nicth gewährt wurde.
Ja, ich bin suizidgefährdet von einem Psychiater nach Hause geschickt worden: "Kommen Sie wieder, wenn Sie nicht mehr schwanger sind."
Wäre meine Tochter nicht gewesen, wäre ich heute nicht mehr am Leben.
anyu
Ich kann ja verstehen, dass einige wütend sind und es als davonschleichen und feige ansehen...aber das zeigt, dass über das Thema Depressionen sehr viel Unwissen herrscht. Ich selbst habe keine Depressionen, aber bin betroffen weil mein Bruder unter starken Depr. leidet.
Natürlih ist es furchtbar, was da passiert ist. Für die Angehörigen, den Lokführer, die Rettungskräfte usw....
Aber in dem Moment denkt man nicht daran. Man schleicht sich aus dem Leben, weil man nicht mehr weiter weiss, weil man denkt man sein eine Belastung für die Anderen...Depressionen sind nicht nur eine psychische, sondern auch eine physische Krankheit. Wenn ich Bauchweh hab, kann ich ja auch nix dafür. Mein Körper reagiert halt in dem Moment so. Muss ich mich für Bauch weh schämen? Nein. Warum also ist es so, dass Menschen mit Depressionen in unserer Gesellschaft belächelt werden? Dass sie sich teilweise schämen müssen? Dass sie von Anderen verurteilt werden?
Warum kann ein Mann, nur weil er in der Öffentlichkeit steht, sich nicht einweisen lassen, wenn er diese Hilfe doch offensichtlich so sehr braucht?? Weil er Angst vor den Reaktionen der Leute hatte, Angst vor der Presse, Angst dass ihm und seiner Frau das Adoptivkind wieder weggenommen wird!!
Dieser Vorfall hat mich sehr nachdenklich gemacht und auch betroffen.
Irgendjemand schrieb, ob er denn jetzt ein Held sei, weil er sich das Leben genommen hat? Nein, ein Held war er ganz gewiss nicht. Vielleicht auf dem Fussballfeld, aber das weiss ich nicht, da ich von Fussball nic verstehe...Aber es ist doch ganz verständlich, dass jetzt darüber berichtet wird, schliesslich stand er in der Öffentlichkeit, die Menschen sind geschockt. Und ich wünsche mir, dass über das Thema Depression Aufklärung geleistet wird, dass die Menschen sich Gedanken machen, dass dies tatsächlich eine Krankheit ist und nicht nur eine Laune...
Wie gesagt, ich habe keine Depressionen. Aber beeinflussen tut diese Krankheit mein Leben ganz enorm, weil es jeden Tag ein neuer Kampf ist, meinen Bruder zurück in´s Leben zu holen.
GelbeRose
Hallo, ja Depressionen sind schrecklich. Gott sei dank hatte ich noch nie welche. Ich habe mir einmal vor 1- 2 Jahren im Internet das Online- Tagebuch einer Depression gelesen. Hier der Link:
http://www.kasimone.de/
Ich verurteile Robert Enke nicht für seinen Entschluss Selbstmord begangen zu haben traurig Ich würde Robert auch nicht als feige bezeichnen.
Gehört zu Selbstmord nicht MUT
Natürlich ist das keine Lösung seine Probleme zu lösen, man rennt von ihnen davon und das ist schon irgendwie feige.
Und das auch noch auf Kosten eines Zugführers. Der hat doch jetzt ein Schock fürs Leben
Ich wünsche Robert Enke´s Familie alles gute für die Zukunft und ganz viel Kraft. Auch Robert Enke alles gute, wo immer er jetzt auch sein mag. Viele Menschen werden dich vergessen. Ich verurteile dich nicht für dein tun, die Depression hat dich leider in den Tod gerissen traurig
Nicole1986
Ich war auch echt geschock da guckt man mal 2 tage keine
Nachrichten und dann kommt so eine nachricht ist schon heftig
seine Frau tut mir leid erst stirbt ihr Kind und jetzt der Mann
Kalli
| Zitat: |
Original von LaDoLa
jeder Lokführer weiß ,das ihm Menschen vor den Zug springen können, dessen sind sie sich i.d.R bevor sie diesen Beruf ergreifen bewußt. Wer das nicht ertragen kann,sollte so einen Beruf nicht ausüben ! ***Meine Meinung*** |
Interessante These.
Also darf man auch nicht auf Schnellstrassen fahren. Denn da könnte es ja auch welche geben, die in den Gegenverkehr fahren.
Gsab es schliesslich auch schon zur Genüge.
Weiss nicht. Für mich ist das kein Argument.
Sorry.
die wenigsten Lokführer gehen übrigens "auf dem Zug" in Rente. Die meisten werden in den Innendienst versetzt. aus psychischen Gründen. Sagt der Bruder eines Kollegen, der Zugführer ist. Dem sind schon zwei Stück für die Lok gehoppelt, wie er so schön sagt.
Ihm persönlich tun die Mechaniker mehr leid, die die Reste aus dem Zug pulen müssen.
anyu
Vor einen Zug zu springen erscheint für mich als eine ziemlich grausame Art des Sterbens. Ich glaube, wer sowas tut der will auf Nummer sicher gehen. In dem Moment denkt der nicht an Lokführer, oder Passagiere oder sonstwas.
Ich hab alles die letzten Tage im Fernsehen verfolgt, inklusive der Trauerfeier gestern. Irgendwie hab ich das Gefühl ( Oh Gott, ihr steinigt mich jetzt wahrscheinlich ), dass die Witwe Robert Enkes etwas erleichtert ist. Damit meine ich nicht, dass sie froh ist über seinen Tod. aber wenn ein geliebter Mensch über Jahre hinweg unwahrscheinlich leidet, dann kann es sein dass mein eine Art Erleichterung spürt, wenn´s vorbei ist. So lange Zeit mit jemandem zu leben, der schwer depressiv ist, bedeutet auch sehr viel Leid für einen selber und Verantwortung.
Es fällt mir schwer genau auszudrücken, wie ich das meine. Natürlich trauert sie und ist sehr bestürzt. Aber gleichzeitig glaube ich, dass auch irgendwie eine Last von ihr gefallen ist.
Antje
ich hab es mir nicht mehr angesehen im TV....es ist traurig, wirklich...und es tut mir auch leid um seine familie und alle die ihn kannten.....was ich aber nicht verstehen kann warum plötzlich so ein rummel gemacht wird....er hat selbstmord begangen.....er ist somit doch kein held....
alle die depris haben und das jetzt mitbekommen müssen sich doch nur bestätigt fühlen in ihrem tun und bestärkt werden in der meinung, wenn sie sich umbringen wird alles besser....quasi dahingehend: dann sind sie wer, dann werden sie angeschaut, DANN wird an sie gedacht und um sie getrauert....
"das ist meine persönliche meinung ohne kenntnisse über diese krankheit" (bevor ich hier gesteinigt werde) auch wenn ich keine kenntnisse über eine krankheit habe, kann ich trotzdem eine meinung zu einem thema haben. und auch wenn er "nichts dafür kann" das er sich umgebracht hat, wegen der krankheit, so ist trotzdem meine Meinung das er dadurch jetzt kein held ist....
was ich auch nicht verstehen kann: er war in bahndlung und sein psychiater hat gesagt: er hatte keine selbsttötungsabsichten....meine frage ist doch dann:
"wenn ein depresiv kranker mensch es schafft einen psychiater vorlzulügen es wäre soweit alles ok, was die selbsttötung angeht, was können dann mörder oder vergewaltiger glaubhaft rüberbringen um auf freien fuß zu kommen???"
nicht das ich das eine mit dem anderen verbinden möchte, mir gehts darum: wie sehr "hilft" einem eine behandlung beim psychiater, wenn nicht mal der, dessen beruf es ist, mitbekommt wie schlecht es einem geht??? warum hat der robert enke sich wieder in behandlung gegeben wenn er doch eh vor hatte sich umzubringen....doch wahrscheinlich weil er gehofft hat, tief im inneren, das da jemand ist der es erkennt, egal wie sehr er glaubhaft versucht rüberzubringen es wäre alles ok.....
fragen über fragen....
und die these von wegen zugfahrer müssten mit sowas rechnen find ich auch quatsch. dann darfst du auch nicht ins auto steigen weil dir jederzeit einer vors auto springen kann und nicht jeder autofahrer geht mit der gewissheit ans führerschein machen, das ihm mal ein selbstmörder vors auto springen könnte. piloten müßten mit einer Flugzeugentführung rechnen, bankangestellte sowie einfache verkäufer mit raubüberfällen....privatläute mit einbruch......klar, jeder weiß das jederzeit was passieren kann....deswegen müssen gewisse berufe trotzdem ausgeübt werden....man muß ja trotzdem LEBEN....
Lyn
Ich finde es auch sehr traurig was da passiert ist....aber diesen "Wirbel" der nun gemacht wird doch gut.Aus dem einfachen Grund---- leider werden Depris in unserer Gesellschaft als Schwäche gesehen,dabei lebt bald jeder 5 mit der ein oder anderen Depri und täglich sterben allein in Deutschland um die 40 Menschen-wegen Selbstmord.Bei den wenigsten Menschen zeigt sich das so deutlich und die Frage....wie hätte man dies verhindern können stellen sich viele.
Ja wie? Robert Enken war Sportler,alle sahen einen Strahlemann,wen der sich für andere einsetzte,ob für Kinder oder Tiere in Not und wen der zumindest finanziell abgesichert ist....aber wer sah den Menschen dahinter? Uns wird durch die Medien meist eine schillernde Welt der Promis gezeigt,Schwächen sind da nicht erlaubt....wer will sowas auch sehen,lesen....haben wir diese doch alle selber genug! Und nun ist die Welt geschockt das eben auch Helden Probleme haben.Wird es da nicht Zeit umzudenken?Und wie man nun auch weiß ist Robert Enken nicht der erste Fußballer der diesen Weg gegangen ist-leider!
Ich hoffe es wird ein wirkliches umdenken geben,ich hoffe das jeder Mensch seine Schwäche-hier Depri-nicht weiter geheim halten muss,aus Angst seinen Job zu verlieren.Zumindest dann war der Tot dieser Fußballer nicht ganz umsonst!
Kalli
Also, wo ich gehört habe, dass er im Stadion aufgebahrt wurde, viel mir nichts mehr ein.
Also echt jetzt... Fans hin oder her... Wenn da ne regelrechte Veranstaltung von gemacht wird, geht das zu weit.
So ein Leichenkult sollte verboten werden.
Mal abgesehen davon, dass es langsam reicht. Jeden Tag vier Seiten in der Bild.
Ich bin kein fussballfan. Den Namen habe ich vorher noch nie gehört.
Und ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht mehr, als wenn Hans Müller aus Wildeshausen vor den Zug hoppelt.
Wie gesagt: Mir tut der lokführer mehr leid und ich bedaure die Feuerwehrleute, die seine Eingeweide in Eimer reinschaufeln durften.
Und ich bedaure das Wartungspersonal der DB, die den Zug ausbeulen und die Sauerei abwaschen dürfen
So.
Becci
Hier ist geschrieben worden :
Irgendwie hab ich das Gefühl ( Oh Gott, ihr steinigt mich jetzt wahrscheinlich ), dass die Witwe Robert Enkes etwas erleichtert ist.
Und ich sage dazu
Auf der Karte die wir von meinem Onkel und meiner Tante bekommen haben, nachdem meine Cousine beerdigt wurde stad unter anderen
" .... hat ihren Frieden gefunden"
Meine Cousine war manisch -depressiv und nach wirklich unzähligen Versuchen sich das Leben zu nehmen ist sie aus dem 6. Stock der Pschatrie gesprungen- und die sie eingewisen wurde.
Das Problem ihrer Krankeit das sie sich nicht besser fühlen konnte-egal was man gemacht hat.
Ich wrde sie niemals als rücksichtslos bezeichnen - oder feige Sie war nur unheilbar traurig und niemand( nichtmal ihr kleiner Sohn) konnte sie dauerhaft glücklich machen.
Als sie dann tod war, war niemand in der Familie überrascht, jeder wohler Vorwürfe an sich selbst... und ihre Eltern - haben wohl so empfunden wie sie es in der Karte ausgedrückt haben.
Ein Depressiver ist in einem Loch aus dem er nicht raus kann- und da das unerträglich ist, hängt er nicht an seinem Leben, sondern sieht es als Ausweg aus seiner Qual den Tod zu wählen. Man muß sich das vielleicht mal so vorstellen als ob man ständig Scmerzen hat und man nichts zu finden scheint damit dieser Schmerz aufhört.... die Dunklen Gedanken drehen sich im Kreis... das muß furchtbar sein. Ich habs nur im Ansatz erlebt und miterlebt.
Man kann einem Selbstmörder keinen wirkichen Vorwurf machen ( natürlich abgesehen von Menschen die andere mitnehmen)
anyu
Mein Bruder sagte zu mir " Ich bin nicht bin depressiv, ich bin nur sehr traurig " Das sagt eigentlich alles...