Märchen rund ums Essen

woelffchen
Märchen Nr1: Frischmilch ist gesünder als H-Milch
H-Milch und "frische" Milch haben ernährungsphysiologisch fast den gleichen Wert, denn der Vitaminverlust ist bei der wärmebehandelten Milch nur 10% höher als bei der pasteurisierten Milch. Egal ob frisch oder haltbar- Milch ist ein sehr gesundes Lebensmittel, vor allem wegen ihres hohen Kalziumsgehalts.

Märchen Nr2: Tiefkühlgemüse enthält keine Vitamine
Tiefkühlkost reicht zwar in der Qualität nicht an erntefrische und sofort verspeiste Ware heran, doch werden beim Tiefkühlen Vitamine und Mineralstoffe mehr geschont als bei der eigenen Lagerung zu Hause.

Märchen Nr3: Zum Essen soll man nichts trinken
Zwar wird der Magensaft durch Flüssigkeit verdünnt, aber das verschlechtert die Tätigkeit der Verdauungsenzyme nicht nennenswert.

Märchen Nr4: Kinder sollen keine Lakritze essen
Zwar kann Glycyrrhizin bei empfindlichen Menschen und übermäßigem Verzehr zu Bluthochdruck und Muskelschwäche führen, doch sind die in Deutschland ... enthaltenen Mengen viel zu gering, um wirklich Schaden anzurichten. Etwas wachsamer sollte man bei Lakritzeprodukten sein, die es in einigen EU-Ländern im Supermarkt gibt. Die ... enthalten einen Glycyrrhizin-Anteil von bis zu 8% (deutschland 2%)

Märchen Nr5: Apfelsaft macht nicht so dick wie Cola
Zwar enthält Apfelsaft mehr Vitamine und Mineralstoffe als Cola, aber eben auch einen hohen Gehalt an fruchteigenem Zucker (111g /Liter entspricht 550kal/Liter)..... Cola schneidet im Vergleich sogar etwas besser ab (490kal/Liter)

Märchen Nr6: Kinder brauchen eine warme Mahlzeit am Tag
Die warme Suppe mag an kalten Tagen zwar angenehm sein, aber viel wichtiger als die Temperatur ist, was gegessen wird. Ein frischer Salat mit Vollkornbrot zum Mittagessen ist allemal gesünder als eine Portion Pommes.

Märchen Nr7: In Gelbwurst (Brühwurst) ist Hirn drin
Das internationale Standardwerk der "Fabrikation feiner Fleisch- und Wurstwaren" nennt um 1905 eines der ersten Rezepte für Hirnwurst... Heute... enthält Gelbwurst zur Hälfte Schweine- oder Jungrindfleisch, außerdem Schweinebauch, Gewürze und Salz.

Märchen Nr8: Von frischem Brot bekommt man Bauchschmerzen
In den 30er und 40er Jahren gab es eine Bestimmung im Brotgesetz, nach der Brot erst am Tag nach der Herstellung verkauft werden durfte. Es war dann härter, man mußte länger kauen, und die knappen Rationen reichten länger.


(Quelle: Elternzeitschrift aus dem Jahre 2005)