Wieviel Freiheit lasst Ihr euren Kindern?

ribanna
Ich wollte mal fragen wie das bei Euch ist?
Kevin ist jetzt fast 10 Jahre alt, er geht alleine zu seinen Freunden und kommt meistens abends auch pünklich nach Hause, in unseren Dorf wo wir vorher wohnten kannte jeder jeden, und es wußte immer jeder wo die Kinder sind, da hab ich mir nicht so große Gedanken gemacht, obwohl ich auch immer gemischte Gefühle hatte, aber ich kann mein Kind ja nicht einsperren.
Jetzt ist der Ort aber größer und "gefährlicher" vor allem im Straßenverkehr.
Gestern kam Kevin eine viertel Stunde zu spät nach Hause, und ich mußte mich zusammen reißen um ihm keine Szene zu machen.
Ich habe Angst um mein Kind. Reagiere ich über?
Heut zu Tage verschwinden so viele Kinder, am liebsten würde ich mein Kind in einen Glaskasten sperren und nicht mehr rauslassen um ihn vor sämtlichen Unheil zu bewaren. Das das nicht geht weiß ich, und das er da durch muß um sich richtig zu entwickeln weiß ich auch.
Wie geht es euch dabei, wenn eure Kinder allein Unterwegs sind?
Ich bin eigendlich keine Kluge und ich will mein Kind auch nicht kontrollieren, aber ich komm jedesmal um vor Sorge wenn er auch nur 5min zu spät kommt.
Ist das noch normal?
Mich würde wirklich mal interessieren wie das bei euch so ist?
anyu
Guten Morgen...

Tja, genau so eine Diskussion hatten mein Schatz und ich vor ein paar Tagen. Ich meine, es ging um´s gleiche Thema.
Meine Tochter ist zwar erst 5. Aber im August kommt sie in die Schule und dann irgendwann wäre sie ja theoretisch alt genug, um auch mal alleine in die Schule zu gehen, oder vielleicht Freunde zu besuchen....Aber um ganz ehrlich zu sein, damit hab ich ein Riesenproblem!!!!! Ich kann deine Ängste sehr gut nachvollziehen, es passieren heute zu viele schlimme Dinge. Wir können unsere Kinder zwar nicht in Watte packen, aber so lange es irgendwie möglich ist, wird meine Tochter sicher nicht allein unterwegs sein!!!
Steffix
Mich hat es erst überwindung gekostet Kay alleine laufen zu lassen. Erst zur Edeka und danach zur Schule. Aber erstens hab ich nicht immer die Zeit mitzugehen nur um einen Kaugummi am kiosk zu kaufen und Zweitens soll er lernen Selbstständig zu werden.

Klar passiert viel in der Welt, aber mittlerweile passen die Leute mit auf Kinder auf und helfen gerne. Zumindest hier im Ort. Da mache ich mir jetzt erstmal auch keine Panik.

Zumal es eher wahrscheinlich ist einen Autounfall zu haben als das Dein Kind entführt wird etc.... dickes Bussi

Wegen 15 min würde ich jetzt keinen Stress machen. Bei 30 min und länger würde es eine Predigt geben.
ribanna
Zitat:
Zumal es eher wahrscheinlich ist einen Autounfall zu haben als das Dein Kind entführt wird etc..


Das ist mir durchaus bewußt. Man macht sich halt so seine Gedanken heut zu Tage.
Als ich klein war, war es auch so, das ich nach den Hausaufgaben bescheid gesagt habe zu wem ich gehe und wann ich wieder komme und damit war es dann auch gut. Meine Eltern hatten auch nicht die Zeit zu kontrollieren ob ich da auch wirklich bin, aber als braves Mädchen hab ich natürlich immer Bescheid gesagt. Irgendwer wußte immer wo wir waren.
Damals sind aber auch nicht soviele Kinder verschwunden, sonst wäre das sicher anders gewesen.
Mein Sohn ist sehr Selbstständig. Da bin ich auch tolz drauf.
Nur wie es in mir aussieht, wenn er auf Achse geht, weis er nicht. Ist vielleicht auch besser.
LillyMa
Also das ist ein schwieriges Thema. Auch wir haben hier zu Hause erst vor kurzem über dieses Thema gesprochen.

Wir sind der Meinung, dass Lilly nicht alleine zur Schule und wieder heim gehen wird. Genausowenig wird sie selbst hier im Ort nicht alleine zu ner Freundin oder nem Freund laufen. Gut sie ist erst 5 aber ich denke auch, dass sich an meiner Meinung nichts ändert selbst wenn sie 10 ist weil ich eine panische Angst davor habe, dass plötzlich ne Autotür aufgeht und mein Mädchen ist weg. So schnell wie das geschieht schaut kein Passant und kann (wenn überhaupt) eingreifen und helfen.
Die Eltern, deren Kinder verschwunden sind, haben sicher auch gedacht das dies nicht sehr wahrscheinlich ist und ihrer Familie das nicht passiert!

Ich denke, ein Kind hat auch die Möglichkeit sich zu ner selbständigen Persönlichkeit zu entwickeln wenn es von seinen Eltern zum Sport, den Freunden etc. gebracht wird. Da gibt es so viele andere Möglichkeiten und muss dafür nicht alleine durch die Gegend latschen.

Das klingt jetzt wahrscheinlich übertrieben und einige von euch werden mich als Klucke bezeichnen, aber so lange wie es irgendwie möglich ist (am besten bis sie volljährig ist großes Grinsen ), bring ich sie überall hin und hole sie ab und wenns sein muss nur zum Kaugummiautomaten um die Ecke...

Ich habe einfach panische Angst vor der Situation das ich mir selbst Vorwürfe machen müsste weil ich sie alleine gelassen habe.
Wendländerin77
Also ich kann eure Ängste sehr gut nachvollziehen!!!

Ich mache mir nämlich auch immer riesengroße Sorgen um Leon.

Zum Sport und/ oder zu Freunden bringe ich Leon und hole ihn auch wieder ab, ist zwar alles hier in einem Ort, dennoch finde ich für einen 6 Jährigen einfach zu weit, denn alles ist ca. 1 bis 3 km von unserem Haus entfernt.

Auf den Spielplatz hier um die Ecke darf er dann auch schon mal alleine, wenn einer seiner Freunde hier ist, dann gehen die Beiden immer zusammen und sie wissen, das sie sich an keinen Fremden halten dürfen.

Mein ein Vater hat das mal getestet als Leon draussen bei denen gespielt hat, er hat nen Bekannten angerufen, den Leon nicht kannte und ihn auf Leon angesetzt.

Es war nichts zu machen, Leon ging nicht mit, noch nicht mal als der Bekannte gesagt hat, das er ein guter Freund von Opa ist ( was er ja auch ist zwinkern ) und Leon mit ihm mit dürfe.

Leon ist dann zu Oma und Opa rein und hat Opa mit raus genommen, das fand ich echt Klasse.

Ok, wenn jetzt irgendwo ne Autotür aufgeht und dann reingezogen wird, hat er natürlich keine Chance, aber davon will ich jetzt mal nicht ausgehen.

Ich habe mir sogar schon Sorgen gemacht, wenn Leon, er wird ja vom Taxi zur Schule gebracht und wieder zurück, wenn er 10 min später kommt als sonst.

Dennoch, ich denke zu sehr in Watte packen sollte man die Kinder auch nicht.

Gesunde Besorgness und Ängste sind völlig OK, aber man sollte es nicht übertreiben.
ribanna
Es beruhigt mich etwas, zu wissen das ich nicht allein bin mit meinen Ängsten.

Zum Fußball bringe ich ihn auch hin, da es ja derzeit schon dunkel ist um halb 6 abends, und da er den Weg noch nicht hundertpro kennt. Aber ich denke ich werde das auch weiter machen.
Mir ist klar das ich einen Jungen habe und er sich wehren kann, aber gegen einen Erwachsenen Mann hätte auch er keine Chance.
Mir ist klar ich kann ihn nicht einsperren, aber ich denke, das ich richtig handle, wenn ich ihn wenigstens drauf eiche mir immer Bescheid zu geben wo er ist, und ich jederzeit anrufen und hingehen kann wenn was ist, und das er pünktlich zu Hause ist.
Käthe
.. Angst habe ich auch, das hat nichts mit Glucke zu tun.. Bei mir ist es so, dass ich morgens um 6:30 die Wohnung verlasse und Lisa ist da noch daheim. Sie lässt dann unsere old Lady in den Garten für das morgendliche Geschäft..jau sie sammelt auch die Hinterlassenschaft in einer Plastiktüte auf.. Um 7:10 zieht sie sich an und geht dann 2 Häuser weiter wo der sogenannte Walkingbus anfängt, Dort trifft sie die ersten Kinder mit denen sie dann zur Schule geht. Da wir an der Hauptstraße wohnen gehen die Kinder einen Umweg durch das Neubaugebiet um nicht an der Straße entlang zu müssen. Summasummarum sind dann ca 15 Kinder gemeinsam unterwegs von Klasse 1- 4.
Wenn Lisa in der Schule angekommen ist, geht sie in die Frühbetreuung und meldet sich dort . Sollte sie es nicht machen wird geschaut ob sie mit der Gruppe gegangen ist, wenn nicht dann werd ich sofort informiert und ich rufe meine Vermieter an, die direkt nachschauen. Das habe ich mit der Frühbetreuung abgesprochen und sie ziehen da voll mit, da sie wissen, dass ich eher los muß wie Lisa.

Nach der Schule und Nachmittagsbetreuung geht sie wieder mit 2 anderen Mädels den Weg retour. Ich kann sie nur bestärken, und mit ihr üben wie sie sich verhalten soll, wenn unterwegs etwas passiert, es muß ja nicht immer eine Anmache von Perverslingen sein, sondern ein Sturz und .. was dann? Die Kinder wissen wo sie klingeln müssen bzw, können wenn etwas passiert ist.

Ich bin auch jeden Morgen erst beruhigt wenn es 8 Uhr ist und KEIN Anruf bei mir angekommen ist, ebenso wenn ich Nachmittags heimfahre und sie dann unterwegs sehe. Ich laß sie mit den Mädesl laufen und gehe ihr mit unserer old lady entgegen, das freut sie dann immer. Wir nutzen dann den gemeinsamen Weg und klönen dann über Dinge die am Tag passiert sind.

Das liest sich alles so einfach, aaaaber ihr könnt mir glauben, es war ein sehr langer Weg bis hier hin. Da Lisa sehr lange gebraucht hat um nach der Erkennung von KISS , die motorischen Rückstande auf zuholen und nicht nur die ( Unsicherheiten.. ich kann ja nichts usw) bin ich immer noch zu sehr besorgt um sie, aber sie ist nun 9 Jahre und irgendwann muß man wohl anfangen mit dem langsam loslassen LG Käthe

achso .. sportliche Aktivitäten finden in der Nachmittagsbetreuung statt, also unter Aufsicht hin und zurück und wenn sie zu einer Freundin fährt dann mit dem Schulbus und der steht gleich an der Schule.


Leutz ich glaub ich habs hier sehr sehr gut getroffen mit all den Möglicheiten für die Kinder hier...nee ich weiß es. Die Schule hat auch schon mehrere Auszeichnungen bekommen.
tani
Meine zwei Mädels(13,14)gehen alleine in die Schule ,oder Mittags zu Fuss oder mit dem Bus zu Freundinnen.Ich möchte aber immer wissen,wo sie sind und wann sie wieder kommen.Falls sie mal später kommen,rufen sie kurz an oder schreiben eine sms,das klappt super.
Nico(7)geht mittags auch alleine zu Freunden oder zur Sport-Ag,aber abends
zum Fussball oder nach der Sport-Ag wenns dunkel wird hol ich ihn ab.
Wenn er morgens um 7.30 Schule hat,bring ich ihn hin,da ist es noch stockdunkel und er möchte dann auch nicht alleine gehen.

Ich bin auch so ein Fall,der sich sehr schnell sorgen macht und mir dann wer weiss was vorstellt.Da hatte ich besonders am anfang immer Probleme die
Kinder alleine irgendwo hin zu lassen.Aber ich denke es ist wichtig für die
Entwicklung der Kinder,damit sie selbständiger werden.
littleitaly
Ich kenne das und bin genauso.

Lorena geht seit dem Sommer in die Schule. Sie fragte mich gestern, wann sie denn mit ihrer Freundin Lucy alleine zur Schule laufen darf. Ist ca. 1 km entfernt über eine große Hauptstraße mit Fußgängerampel. Ich bin ihr ausgewichen und sagte, dass ich erstmal mit der Mutter der Freundin reden muß, was sie dazu sagt.

Ich weiß aber, dass wir einer Meinung sind. Wir haben viel zu große Angst, dass was passiert, wobei ich mehr Angst habe, dass meine Kleine plötzlich verschwunden ist als dass ein Unfall passiert.

Mein Sohn ist jetzt 11 und ich kann es immer noch nicht ertragen, wenn er draußen spielt und sich aus meinem Sichtfeld bewegt. Er hat ja bekanntlich ADHS und ist unkontrolliert, impulsiv und manchmal wie ein kleiner Junge. Beim schwimmen möchte ich ihn am liebsten nur beobachten (er darf nicht alleine gehen).

Die Kinder werden von mir mit dem PKW zur Schule gebracht bzw., wenn die Zeiten sich überschneiden, geht sie mit der Freundin und deren Mutter und Sohnemann fährt Mama-Taxi großes Grinsen 8 km zur Schule.

Es passiert so viel Unheil in der Welt, soviel Grausames wird den Kindern angetan sowie deren Angehörige. Ich möchte nicht eines Tages dass mein Kind verschwunden ist und irgendwann ein Anruf kommt: "Wir haben die Kleidung ihres Kindes gefunden" geschockt geschockt geschockt
Tini
....Also meine sind 8, 12 und 14. Ich fahre sie morgens zur Schule und mein Mann bringt sie mittags wieder mit. Das hat aber mehr mit der Tatsache zu tun das ich oft mals am Nachmittag noch Arbeits Termine habe und das Essen dann ruhig verlaufen soll und alles im Streß endet.

Was das fortgehen betrifft, meine müßen sich immer melden wenn sie den Standort wechseln die großen per Handy und der kleine ruft an. Ich will Wissen wo sie sind. Wenn sie sagen sie bei dem und dem und dann gehen sie woanders hin dann wil ich das Wissen.

Wir dulden auch keine verspätung, alle haben eine Uhr und ich sage immer, lieber 5 minuten früher als 5 zu spät. Wir haben die Kinder aufgeklärt worum es uns dabei geht ( perverse usw) besonders in der Winterzeit wenn es so früh dunkel wird.

Wir sich verspätet müß die konsequenzen tragen. Dann muß der oder die jenige am nächsten Tag dann mal ne halbe stunde früher zuhause sein oder auch mehr, je nach verspätung. Es kann sogar mal mit Hausarrest enden.

Das hat bei uns super geklappt und alle kommen pünklich nach hause.

Unsere Sorgen sind in der heutigen Zeit nur berechtigt, und wir wohnen in der Stadt.

gut so! gut so! gut so!
Cici
Hallo Ribanna,
Ich habe eine 16jährige Tochter und eine Kleinere(2,5).
Ich weiss was du durchmachst aber du kannst ihn nicht festhalten. Was du aber unbedingt machen solltest ist, Grenzen setzen. Meine Große ist ein mal, eine halbe Stunde zu spät gekommen, da habe ich ihr gesagt, dass ich ihre Zeit zurückdrehe. Dafür mußte sie das nächste Mal eine halbe Stunde eher zu hause sein. Sie war verärgert aber sie hat es sich gemerkt. Sie kam bis zum heutigen Tage nicht mehr zu spät.Sie muß mich auch per Handy immer anrufen wenn sie angekommen ist oder wenn sie von dort losgeht.Wir haben uns auch für den Notfall was ausgemacht, übers Handy.Und ich habe ihr was zur Selbstverteidigung gezeigt und wenn sie sich bedrängt füllt soll sie laut Schreien.
Ich lebe in einer Großstadt und hier werden stendig Mädels angemacht.
Du kannst deinen Jungen bestärken und immerwieder erklären warum du so denkst. Aber auch über die Konsiquenzen muß du ihn aufklären wenn er zu spät kommt, ganz wegschließen geht leider nicht. Ich weiß die Zeiten sind heutzutage nicht einfach. Viel Glück!
Cici
uwe
Meiner ist mittlerweile 19 Jahre alt! Ich kann eure Sorgen voll verstehen und weiß was ihr durchmacht.
Bis zu einem bestimmten Alter solltet ihr wissen was eure Kids wotreiben. Bis 16 Jahre hat er sich immer gemeldet wenn er mal später oder garnicht nach h
Hause kam. Ab dem 16 Lebensjahr hat er sich nicht mehr gemeldet wenn er über nacht wegblieb, und heute ist es so das er sich wenn er weggeht von allen verabschiedet und auch sagt wann er wiederkommt und wo er hingeht..
War ein Lernprozess den er in den letzten 3 jahren vollzogen hat.
War ab dem 15. Lebensjahr tief in die hiesige Punkszene eingetaucht,Aber nicht weil er es modern fand mit bunten haaren und so , sondern weil er es aus der politischen Seite der bewegung sah und sich damit Identifizieren konnte und auch heute noch kann.Er war mit 16 das erstemal mit Freunden auf Punkfestival in Rostock. War 14 Tage unterwegs und kam zwar müde aber begeistert zurück. Wir selber wußten nicht wo er war.
War 2007 auf der anti G8 Gipfeldemo dabei und versäumte dadurch natürlich Schule. Hat das mit seinem Rektor selber geklärt. "Recht auf freie Meinungsäusserung" und Demonstationsrecht." Hat dann das schuljahr als Leerjahr genommen(Klasse 11) Und macht nächstes Jahr das Abitur.
Ich weiß heute das ich das richtige getan habe indem ich ihm nicht meinen willen aufgezwungen habe,sondern ihn durch eigene Entscheidungen die möglichkeit gegeben habe sich selber zu finden. gut so!
Heute ist er Vegetarier und steht der linken szene nahe, allerdings nicht unkritisch.
littleitaly
Zitat:
Original von Cici
Hallo Ribanna,
Ich habe eine 16jährige Tochter und eine Kleinere(2,5).
Ich weiss was du durchmachst aber du kannst ihn nicht festhalten. Was du aber unbedingt machen solltest ist, Grenzen setzen. Meine Große ist ein mal, eine halbe Stunde zu spät gekommen, da habe ich ihr gesagt, dass ich ihre Zeit zurückdrehe. Dafür mußte sie das nächste Mal eine halbe Stunde eher zu hause sein. Sie war verärgert aber sie hat es sich gemerkt. Sie kam bis zum heutigen Tage nicht mehr zu spät.Sie muß mich auch per Handy immer anrufen wenn sie angekommen ist oder wenn sie von dort losgeht.Wir haben uns auch für den Notfall was ausgemacht, übers Handy.Und ich habe ihr was zur Selbstverteidigung gezeigt und wenn sie sich bedrängt füllt soll sie laut Schreien.
Ich lebe in einer Großstadt und hier werden stendig Mädels angemacht.
Du kannst deinen Jungen bestärken und immerwieder erklären warum du so denkst. Aber auch über die Konsiquenzen muß du ihn aufklären wenn er zu spät kommt, ganz wegschließen geht leider nicht. Ich weiß die Zeiten sind heutzutage nicht einfach. Viel Glück!
Cici


Man kann seinem Kind Grenzen setzen und Konsequenzen androhen, welche es gibt, wenn es zu spät kommt. Das nützt aber alles nichts, wenn man Angst um sein Kind hat, dass etwas passiert bzw. wenn etwas passiert ist.

Man kann seinem Kind noch soviel erklären, wie wichtig es ist, dass man sich auf auf sein Kind verlassen kann, die Angst, es kommt nicht mehr heim bleibt und deshalb darf z. B. meine sechsjährige nicht alleine zur Schule. Der jüngste Fall belegt es doch mal wieder. Und selbst wenn man seinem Kind sagt, wenn es bedrängt wird, soll es schreien, ins Auto gezerrt werden kann sie trotzdem und das Dilemma ist da!

Meine Tochter hat am Freitag erst wieder danach gefragt, wann sie endlich mit ihrer Freundin alleine zur Schule gehen darf. Die Mutter der Freundin sagte meiner Tochter, sie hätte ein Buch gekauft und würde es den beiden vorlesen, dann würden sie viell. verstehen, warum wir das nicht möchten.

Ich muß einen Weg finden, meiner Tochter anderweitig Selbständigkeit zu lehren und ihr vermitteln, dass es nicht darauf ankommt, alleine einen Schulweg zu bewältigen. Wird schwierig aber ich möchte nunmal mein Kind nicht missen. Ich bewundere andere, die da mehr Vertrauen aufs Leben haben, ich kann es nicht!
LillyMa
Zitat:
Original von littleitaly

Man kann seinem Kind Grenzen setzen und Konsequenzen androhen, welche es gibt, wenn es zu spät kommt. Das nützt aber alles nichts, wenn man Angst um sein Kind hat, dass etwas passiert bzw. wenn etwas passiert ist.

......

Ich muß einen Weg finden, meiner Tochter anderweitig Selbständigkeit zu lehren und ihr vermitteln, dass es nicht darauf ankommt, alleine einen Schulweg zu bewältigen. Wird schwierig aber ich möchte nunmal mein Kind nicht missen. Ich bewundere andere, die da mehr Vertrauen aufs Leben haben, ich kann es nicht!



Absolut meine Meinung gut so! gut so!
manu78
ich glaub ich fall mit meiner meinung jetzt aus dem rahmen oh no!
meine tochter ist 8 1/2 jahre alt geht in die 2te klasse. als sie in die vorklasse gekommen ist, mit 6, hatte sie mich nach ca.3- 4 wochen gefragt ob sie denn allein in die schule laufen dürfte ( gut wir hatten keinen weiten oder gefährlichen weg) ich hab mit ihr dann drüber gesprochen das sie nicht mir fremden usw. mit geht und ab da durfte sie allein zur schule laufen. auch wenn sie mittags rausgeht und ne freundin abholt usw. macht sie das allein sie weiß das wenn die Laternen angehen sie nachhause kommen soll. bis jetzt lief das einwandfrei. jetzt wohnen wir an einer straße und auch da hab ich keine bedenken sie allein in die schule zu schicken. ich mein ich versteh euch und auch ich kenne das angstgefühl aber es bringt mir und meiner tochter nichts wenn ich sie extrem kontrolliere oder sie nicht allein zur schule gehen lass.
dann ist sie nicht glücklich und ich bin es auch nicht. meine Meinung !
ribanna
Zitat:
manu78 ich glaub ich fall mit meiner meinung jetzt aus dem rahmen oh no! meine tochter ist 8 1/2 jahre alt geht in die 2te klasse. als sie in die vorklasse gekommen ist, mit 6, hatte sie mich nach ca.3- 4 wochen gefragt ob sie denn allein in die schule laufen dürfte ( gut wir hatten keinen weiten oder gefährlichen weg) ich hab mit ihr dann drüber gesprochen das sie nicht mir fremden usw. mit geht und ab da durfte sie allein zur schule laufen. auch wenn sie mittags rausgeht und ne freundin abholt usw. macht sie das allein sie weiß das wenn die Laternen angehen sie nachhause kommen soll. bis jetzt lief das einwandfrei. jetzt wohnen wir an einer straße und auch da hab ich keine bedenken sie allein in die schule zu schicken. ich mein ich versteh euch und auch ich kenne das angstgefühl aber es bringt mir und meiner tochter nichts wenn ich sie extrem kontrolliere oder sie nicht allein zur schule gehen lass. dann ist sie nicht glücklich und ich bin es auch nicht. meine Meinung !


Du hast schon auch recht, im Prinzip sehe ich das auch so wie du, nur die Angst in mir bringt mich manchmal an den Rand des Wahnsinns.
Bei mir war das damals auch so, wie so schön im Thread die 80 Jahre erwähnt worden ist, wir waren den ganzen Tag unterwegs, sind irgendwann abends heimgekommen und unsere Eltern wußten zum größten Teil nicht wo wir waren, und uns ist nichts pasiert, nur waren das andere Zeiten, auf der einen Seite weiß ich mir ist damals nichts pasiert, und ich möchte meinem Sohn die selben Freiheiten geben, auf der anderen Seite sind heute viele Spinner unterwegs, und man hört immer öfter das irgendwo ein Kind verschwindet.
Klar sind das hauptsächlich Mädchen, aber die Angst lebt mit.
Mir ist durchaus bewußt das ich das nicht auf mein Kind übertragen soll, deswegen lasse ich ihn jetzt auch in Judo, dann weiß ich wenigstens das er sich wehren kann, wenn es irgendein Perverser sich traut meinem Sohn zu nahe zu kommen.
Aber trotzdem ich lasse meinen Sohn raus, und sterb aber jeden Tag aufs neue 1000 Tode vor Angst. Wehe er kommt auch nur 1 Minute zu spät, dann häng ich sofort am Telefon und frage wo er bleibt.
Ist das Normal, oder reagiere ich über?
LillyMa
Zitat:
Original von manu78
ich glaub ich fall mit meiner meinung jetzt aus dem rahmen oh no!
meine tochter ist 8 1/2 jahre alt geht in die 2te klasse. als sie in die vorklasse gekommen ist, mit 6, hatte sie mich nach ca.3- 4 wochen gefragt ob sie denn allein in die schule laufen dürfte ( gut wir hatten keinen weiten oder gefährlichen weg) ich hab mit ihr dann drüber gesprochen das sie nicht mir fremden usw. mit geht und ab da durfte sie allein zur schule laufen. auch wenn sie mittags rausgeht und ne freundin abholt usw. macht sie das allein sie weiß das wenn die Laternen angehen sie nachhause kommen soll. bis jetzt lief das einwandfrei. jetzt wohnen wir an einer straße und auch da hab ich keine bedenken sie allein in die schule zu schicken. ich mein ich versteh euch und auch ich kenne das angstgefühl aber es bringt mir und meiner tochter nichts wenn ich sie extrem kontrolliere oder sie nicht allein zur schule gehen lass.
dann ist sie nicht glücklich und ich bin es auch nicht. meine Meinung !


Das muss jeder für sich und sein Kind selbst entscheiden wies gehandhabt wird. Wenn ihr euch so wohl fühlt ist das doch ok zwinkern Mir wärs nichts. Vielleicht legt sich das mit den Jahren wenn meine Naseweis älter wird aber momentan kann ich mir das nicht vorstellen. Ich hab viel zu viel Angst um sie. Weniger wegen dem Verkehr sondern wegen den kranken Spinnern die draussen frei rumlaufen.
June
Ich kann das auch total nachvollziehen. Wir sind vor ca 6 Monaten aufs Dorf gezogen und das Dorf ist echt nicht groß ca 400 Einwohner. Tristan ist jetzt 6 Jahre alt geworden und geht seitdem wir hier wohnen auch hier in die Kita. Naja und eines Tages standen seine Kumpels bei uns auf dem Grundstück und wollten ihn zum Spielplatz abholen.
Das erste Mal haben wir es noch nicht erlaubt mit dem Argument das Schaukel, Sandkasten, Bäumen zum klettern etc ja auf unserem Grundstück sind und die Kinder gerne alle hier spielen können.
Beim 2. Mal hab ich mich dann erweichen lassen.
Jetzt darf er auch schon mal mit seinen Freunden losziehen. Der Kindergarten ist ca. 100 m von unserem Haus weg und ab und zu, so wie jetzt wenn ich mit Hannah zu Hause bleibe weil sie krank ist, dann darf er auch schon mal alleine gehen.
ABER ich habe IMMER ein mulmiges Gefühl wenn er loszieht. Zumal ich selbst in ner Stadt aufgewachsen bin.
Irgendwie gehört das wohl zum "Loslass" Prozess dazu und ich denke als Mutter ist das immer super schwer, zumal man halt auch die Gefahren an jeder Ecke lauern sieht.
glücksklee
@Uwe,das ist ja toll,dass er sich so gut entwickelt hat....Eure Sorgen und schlaflosen Nächte möcht ich aber auch nicht zählen seufz ...Ich selber hab in meiner Sturm und Drangzeit auch zur Punkszene gehört,aber rel. schnell einen eigenen Weg eingeschlagen, weilich mit der System-Totalverweigerung so nicht klarkam.

Was aber hättest Du gemacht,wenn Dein Sohn sich entschieden hätte, auf der Strasse zu leben oder Drogen zu nehmen und nicht mehr zur Schule zu gehen?

Das ist meine Angst, dass die Kinder dann zwar selber bestimmen,aber auch in ne wirklich schlechte Gesellschaft geraten können...

Ich ertappe mich dabei,übervorsichtig zu sein und muss mich selber maaßregeln,um sie Konflikte selber regeln zu lassen und nicht gleich wie ein donnerkeil zwischenzufahren,nur, weil sie sich subjektiv mal ungerecht behandelt gefühlt hat von anderen Kindern,aber ihren Part dazu verschwiegen hat.... zwinkern