Muttermilchersatznahrung mit neuem Fettschadstoff belastet

Lady La Luna
Muttermilchersatznahrung mit neuem Fettschadstoff belastet

Muttermilchersatznahrung sei hoch mit dem neuen Fettschadstoff 3-MCPD-Fettsäureester belastet. Zu diesem Ergebnis kommt Öko-Test in ihrer aktuellen Juni-Ausgabe. Öko-Test hat dafür 23 Muttermilchzusatzprodukte, inkl. der Bio-Produkte, der führenden Anbieter getestet.

Der Fettschadstoff 3-MCPD steht im Verdacht, Veränderungen an der Niere sowie in hohen Dosen gutartige Tumore hervorzurufen. Er entsteht bei der Raffination von Pflanzenölen und -fetten. Da auch Säuglingsmilch raffinierte pflanzliche Öle enthält, ist sie hoch belastet. Von einer akuten Gesundheitsgefahr geht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) jedoch nicht aus. Mütter sollten ihre Säuglinge weiter wie gewohnt füttern, rät das BfR. Für Säuglinge, die nicht gestillt werden können, gebe es keine Alternative zu Anfangs- und Folgenahrung. Mütter sollten auch nicht auf Kuhmilch, Ziegen- oder Pferdemilch ausweichen, da ihnen wichtige Nährstoffe fehlen, die der Säugling braucht.

Bei den untersuchten Marken gibt es erhebliche Unterschiede. Produkte mit der geringsten Belastung waren:

Muttermilchersatz Pre:

* Alete Anfangsmilch Pre
* Hipp Anfangsmilch Pre
* Humana Anfangsmilch Pre
* Milasan Säuglings-Milchnahrung Pre



Muttermilchersatz 1:

* Alete Anfangsmilch 1
* Aptamil Anfangsmilch 1
* Babylove Dauermilch Säuglingsmilchnahrung 1
* Bebivita Anfangsmilch 1
* Humana Dauermilch 1
* Nestle Beba Anfangsmilch 1



Die WHO empfiehlt aber Kinder volle sechs Monate lang zu stillen. Die Stillquote in Deutschland sei jedoch recht gering: 22,4 Prozent aller Kinder würden ein halbes Jahr lang voll gestillt, so Öko-Test.

Quelle