Finja
Hallo Katrin,
ich kann jetzt nur von uns sprechen. Michel bekam seine ersten Mph als er 6 1/2 war. Zu der Zeit war ich schon 3 1/2 Jahre mit ihm in verschiedensten Behandlungen/ Therapien. Er bekam, kaum das er überhaupt pieps sagte, Logo. Im Kindergarten bekam er Ergo/ Psychomotorik. Danach ist er jedesmal so ausgeflippt, das er mit der Erzieherin in ein Extrazimmer musste um sich wieder abzuregen. Meistens musste sie ihn festhalten. Er hätte ihr sonst alles was nicht niet und nagelfest ist um die Ohren geworfen. Wir haben daraufhin die Psychomotorik abgebrochen. Er war zeitweise im Kiga soweit das er als "nicht führbar" gegolten hat. Gott sei dank nur zeitweise und auch nur fast... Er hatte übrigens schon einen I- Platz.
Er ist dann mit 6 Jahren(im September) in die Vorklasse eingeschult worden. (Die Erzieherinnen haben bestimmt aufgeatmet) Und ich hatte ihn im Oktober schon wieder daheim sitzen. Er war vom Unterricht "suspendiert" auf Grund seiner Aggressivität und seines schlechten Sozialverhaltens. Wir bekamen dann recht kurzfristig einen Termin bei einer Kinder und Jugendpsychiaterin und er wurde getestet und es wurde ein ADHS mit ausgeprägter Hyperaktivität festgestellt. Er wurde auf Mph eingestellt, weil
das in dem Moment unsere einzigste Chance war, das Kind beschulen zu lassen. Er wurde dann bis März langsam wieder mit riesen Schwierigkeiten in den Unterricht integriert. D.h. er fing an mit 1 Std. Unterricht am Tag. Danach durfte ich ihn wieder holen und hatte das Kind, was ja eigentlich was lernen wollte, den Rest des Tages daheim sitzen.
Gleichzeitig mit den Medis fingen wir mit Ergo wieder an was auch super geklappt hat...Er wurde dann letztes Jahr in die erste Klasse eingeschult...An der gleichen Schule übrigens.
Letztes Jahr im Herbst, kurz nach Schulanfang kam er in die Kinderneurologie und wurde auf ein Retardmedikament eingestellt (Concerta) Letztens hatten wir eine sonderpädagogische Überprüfung und es hat sich rausgestellt, das sein IQ leicht über der Norm liegt.
Ich glaube, hätten wir nie mit diesem Medi angefangen, würde mein Sohn heute in einem Heim oder in einer Pflegestelle leben. Ich hätte es nicht mehr gekonnt. Ich war kurz davor ihn einfach aufzugeben....
Heute macht er kein Ergo mehr. Er geht jetzt nach den Osterferien in die Faschingsgarde tanzen und geht die Woche über in einen heilpäd. Hort. Mehr braucht er im Moment nicht. Weniger ist manchmal auch mehr....Danke fürs lesen

War jetzt arg lange...Aber daraus erklärt sich vielleicht auch, warum ich auch denke man sollte ein Medi als Chance nutzen und nicht als Allheilmittel....
rose
Klar muß nebenher zusätzlich eine Therapie laufen.
Also unsere Kinderpsychologin hat gesagt, daß die ADS-Tabletten absolut keine Nebenwirkungen haben.
Mein Stieftochter hat aber gesagt, daß sie endlich einschlafen kann, wo sie vorher immer Probleme hatte und stundenlang im Bett lag,also sogar positive Nebenwirkungen!
Schnick-Schnack
Hallo ihr lieben...
ich bin im Moment auch etwas ratlos...
ich weiß jetzt net genau, wer von euch die schwierigkeiten in unserem Kindergarten mitbekommen hat... laut deren erzieherinnen wäre unser Kind extrem Verhaltensauffällig, ein ADHS Fall, der dringend Medis benötigt... (spucken, treten, schlagen, beissen, kein Sozialverhalten, keine Entschuldigungen, keine Reue, kein Mitgefühl etc) würde ständig im Mittelpunkt stehen wollen..
Also das krasse gegenteilige Verhalten zu dem was er zu Hause und im privaten Umgang mit anderen Kindern zeigt...
Hier ist er ruhig, ausgeglichen, schläft überall, wenn seine Zeit es verlangt (auch auf der größten Party kommt er zur Ruhe und schläft ein), wenn er einem Kind weh tut, dann entschuldigt er sich und pustet das Aua weg... pielt alleine oder auch mit seinem Cousin und seiner Cousine... manchmal muss man ihn bremsen und natüröich auch seine Grenzen zeigen... aber ein so auffälliges Verhalten wie im Kiga zeigt er hier nicht...
Woran erkenn ich, ob ein Kind ADHS hat????
StarBuG
@Kat
Ich hab nicht gesagt es gibt keine Nebenwirkungen, sondern genau das Gegenteil, deswegen ist eine stationäre Einstellung auch extrem wichtig.
Außerdem geht es bei der Therapie ja nicht um das Therapieren der Hyperaktivität sondern um das Aufmerksamkeitsdefizit.
Die Hyperaktivität ist ja nur ein Nebeneffekt der verminderten Hirnaktivität durch die die Kinder versuchen, ihre Hirnaktivität zu steigern um eine bessere Konzentrationsfähigkeit zu erreichen.
Kinder mit ADS oder ADHS können schulisch einfach nicht die Leistungen bringen, wie nicht kranke Kinder, da sie sich einfach nur wenige Minuten konzentrieren können.
Hier ist eine medikamentöse Therapie durchaus angebracht.
Natürlich geht diese auch mit anderen Methoden wie Biofeedback, Physiotherapie und ähnlichem einher, es ist also nicht so, das die Kinder einfach "ausgeknippst" werden.
Bei ADHS ist leider die Hyperaktivität das dominierendste Symptom, so das leicht der Eindruck entsteht, man würde nur versuchen, die Aktivität der Kinder zu mindern, damit die Eltern mehr Ruhe haben.
Was die Langzeitwirkungen angeht, die meisten Substanzen, die verschrieben werden, sind schon einige Jahre auf dem Markt so das doch schon eine relativ gute Datenbasis vorhanden ist.
Auch werden viele Studien durchgeführt zur Verträglichkeit und Effektivität der einzelnen Medikamente.
Aber versteh mich nicht falsch, ich plädiere hier nicht für eine grundsätzliche Pharmakotherapie, sondern nur in den Fällen, wo es sich wirklich um ein sauber diagnostiziertes ADS/ADHS handelt
Gruß
Michael
Finja
Also ich habe es bei meinem Sohn schon "erkannt" (eigentlich eher bemerkt, oder den Verdacht darauf gehabt), da war er erst 2 Jahre. Eigentlich auch schon früher, aber mit 2 wurde es so richtig deutlich.
Wir konnten auf keinen Spielplatz gehen, ohne das ich mich bis auf die Knochen blamiert hätte. Michel hat jedem Kind was ihm in die Quere kam, die Schippe übergezogen. Egal ob das eine Metallschippe war oder nicht. Keine Strafe hat geholfen. Man konnte ihn 2 min. auf die Bank setzen, man konnte zur Strafe nach Hause gehen (wobei da die Frage ist, wer ist damit bestraft) die Schippen konfiszieren....nichts hat ihm imponiert. Er musste sich natürlich bei den Kindern entschuldigen und "ei" machen. Er bekam auch erklärt, das das einfach nicht geht, aber er machte es immer wieder...
Als Säugling hatte er schon sehr lange Wachphasen. Im Kinderwagen hat er, ab einem Alter von etwa 3- 4 Monaten gar nicht mehr geschlafen. Er lag drin und schaute sich den Himmel an. Ganz selten ist er dabei mal eingeschlafen. Mittagsschlaf haben wir dann aufgegeben als er 3 war und in den Kiga kam. Gemacht hat er ihn aber bestimmt schon ein halbes Jahr vorher schon nicht mehr. Er hat dann mal ne halbe Stunde im Zimmer gespielt(wenn ich Glück hatte). Wenn ich mit ihm Bus gefahren bin, fing er an aus vollem Hals zu schreien. Nicht weinen oder so. Einfach ein schrilles Kreischen, nur so aus Spaß. Ich hatte einen Zwillingswagen. Seine Schwester ist nur 17mon. jünger als er. Und er saß auch lange nachdem er 3 war noch im Wagen. Er wollte es einfach nicht akzeptieren, das er in der Darmstädter Innenstadt nicht einfach seinen Weg rennen kann..
Mit 3 im Kiga dann, galt er als nicht führbar im Regelkiga. Ich wurde mehr oder weniger genötigt ihn abzumelden. Er feierte seinen Abschied Ende Oktober. Seinen I- Platz bekam er dann im August ein Jahr darauf. Da war er dann schon 4 1/2. Er hat heute noch eine grosse Verweigerungshaltung. Was er nicht machen möchte, macht er eben nicht...Auch wenn er es könnte...Das verwirrt nun mal so Leute wie Psychologen oder Psychiater...Das aggressive gegen andere Kinder hat sich sehr gelegt. Ich habe ihn gerade vor 2 Tagen beobachtet..Er wurde von einem Jungen geärgert. Der Junge ist ihm immerwieder und immerwieder auf den Fuß getreten und hat ihm dann gegen das Schienbein getreten. Da ist mein Sohn dann von seinem Fahrrad abgestiegen und ist "nur" hinter dem Jungen hergerannt...Zu seiner ganz kleinen Schwester ist er seeehr liebevoll. Tut sie sich weh, ist Michel der erste der da ist und pustet oder sie uns schon bringt...Auch zu fremden Kleinkindern...Aber bei Gleichaltrigen entscheidet die Sympathie...Da kann es dann auch schonmal einen Riesentumult geben...
Aber da hab ich festgestellt, da sind die Kinder ohne ADHS auch net besser...
Also im Großen und Ganzen, kann eine klare Diagnose nur von einem Psychiater gestellt werden...
Und es gibt genug Kinder die die gleichen Probleme haben wie ein ADHSler und an denen kein ADHS diagnostiziert wird. Also ich denke man braucht eben einen guten Kinder und Jugendpsychiater, der wirklich alles in Erwägung zieht und sich auch mit Kindergarten/ Schule und Ärzten und und und in Verbindung setzt und erst dann seine Diagnose stellt...
Schnick-Schnack
Hallo Finja,
danke für deine Erklärung...
diese Probleme, wie du sie schilderst kann ich bei unserem Kleinen gar nicht feststellen..
Also heisst es für mich weiter abwarten... und hiffen, das einfach der neue Kindergarten eine"Besserung" bringt, weil einfach anders mit ihm umgegangen wird...
Finja
Ich halte euch die Däumchen...
Finja
| Zitat: |
Original von StarBuG
Natürlich geht diese auch mit anderen Methoden wie Biofeedback, Physiotherapie und ähnlichem einher, es ist also nicht so, das die Kinder einfach "ausgeknippst" werden.
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Es ist aber auch so, das ADHSler besser auf Therapien ansprechen, wenn sie schon auf Medis eingestellt sind. Weil da, das was sie "lernen" auch da ankommt wo es verarbeitet werden soll....
StarBuG
Jup, das ganze ist ein Zusammenspiel
kiki
Wo ran sehe ich ob mein Kind ADHS hat
Mia
@kiki
Habe die Themen mal zusammengefügt, vielleicht findest du hier eher Hilfe
lillifee2
Hallöchen
unser Sohn hat ADHS wir haben uns aber entschlossen in kein retalin und der gleichen zu geben.
Wir versuchen ihn auf Homio zu behandeln.
er ist seit 8 Monaten in behandlung hat speziel auf Ihn abgestimmte Klobolis und noch zwei andere Tapletten alles natürlich Pflanzl:
es hatte fast 2 Monate gedauert bis eine änderung zu bemerken war.
Mann muß sich im klaren sein das die Homiopatie länger brauch als die allgemeinmedizin.
bei Pascal ist es jetzt so das er entlich zb: mit uns kuschelt nicht mehr so Diskutiert und nicht mehr immer alles bestimmen will.
Auch ist seine ganze art viel ruhiger geworden.
wenn ich daran denke vor 8 Monaten durfte man Ihm noch nicht mal einen gutenachtkuss geben.
Auch seine anfälle die er 6-8 mal in der Woche mind. hatte sind seit zwei Monaten weg.
das heißt für mich ich muss Ihn dann nicht mehr ganz fest an mich drücken und minutenlang festhalten.(dies habe ich gemacht da er darin seine ganze Kraft gab um sich zu befreien und er uns so ni8cht wieder irgendwas kurz und klein haute)
Und wie gesagt seit fast zwei Monaten nichts mehr.
ich denke es muss jeder für sich entscheiden welchen weg er mit seinem Kind geht.
Da ich selber auch ADHS hatte (habe) weiß ich warum ich unserem Sohn nicht mit der Allgemeinmedizin behandeln lasse.
Aber da sollte jeder seine erfahrung machen.
Lg Eileen
deirdre
Mein Großer hat auch ADHS.
Er ist auch gleich 2 Mal diagnostiziert worden.
Einmal bei einem hiesigen Kinderpsychiater und einmal im SPZ.
Ich selbst habe auch die Diagnose ADHS bekommen, allerdings erst NACH meinem Sohn.
Medikamente nehme ich allerdings keine.
Mein Sohn hat ADHS ... ist aber KEIN Rabauke.
Er zeigt seine Hyperaktivität nicht in dem er über Tisch und Bänke geht, sondern in dem er wirklich zappelt, wenn er z.B. am Tisch etwas malt.
Er kaut auf der Zunge rum und summt.
Philipp hat eine Weile Strattera bekommen.
Jetzt nicht mehr, weil wir es unfreiwillig abgesetzt haben und seine Lehrerin meinte, dass er für die Klasse tragbar und nicht extrem auffällig wäre.
Wie wir auf ADHS bei Philipp kommen sind?
Daran hab ich, als wir beim Kinderpsychiater waren gar nicht gedacht.
Er war und ist eher der ruhige Typ ... der Beobachteter und dann macht er.
Es gab schon Auffälligkeiten, weswegen wir überhaupt hingegangen sind.
Aber ehrlich gesagt hat mir das Verhalten meines Mittleren größere Sorgen bereitet.
Der ist aber noch zu jung, um ADHS zu testen.
lillifee2
Hallöchen deirdre ,
wieso ist es bei deinem mitleren noch nicht testbar?
Also unserer wurde mit 5 zwei mal getestet einmal über Allgemeinmedizin und einmal über Homiopatie.
Wobei ich dazu sagen muss es sind zwei total unterschiedliche Untersuchungen. Kam aber das gleiche raus.
Bei unserer Heilpraktikerin wurde Pascal Blut abgenommen und eine Blutkristalanalyse gemacht.
Ach im übrigen währe ich froh gwesen wenn unserer auch nur gesumt hat den er hat immer gefifen das war echt Nervig auch war es bei im so alles sofort egal wie nicht erst mal nachdenken oder so gleich drauf...
Aber von der anderen Seite sind wir mal froh das er nur ADHS hat es könnte ja auch was viel schlimmeres sein was ist da schon ADHS dagegen.
deirdre
Das stimmt.
Naja ... summen und pfeiffen ...
Die Lautstärke die Philipp dabei drauf hat und die Geräusche die er mit seinem zappeln macht sind schon nicht ohne.
Bei meinem Mittleren werde ich nochmalige Untersuchungen im nächsten Jahr anleiern.
Er war bei den Untersuchungen erst 3 und da das erst sicher im Schulalter diagnostizierbar ist, ist das noch zu früh.
In dem Jahr bevor er eingeschult wird, wird er nochmals auf ADHS getestet.
Von mir aus wäre ich auch gar nicht auf die Idee gekommen, dass er ADHS haben könnte, aber der Kinderarzt sagte das, als ich ihm einige Probleme schilderte.
Na mal sehen ...
lillifee2

Ich drücke Dir die Daumen das es nicht so ist .
das er sich einfach hier und da was abgeschaut hat.
Vieleicht hielfts ja
Lg Eileen
deirdre
Letztendlich ist es Wurscht.
Eine Diagnose verändert ihn nicht und jedes Kind muss eh individuell genommen werden wie es ist.
So eine Diagnose erschwert eigendlich sogar einiges.
Soweit ich weiss gibt es Versicherungen, die z.B. nicht versichern, wenn eine ADHS-Diagnose vorliegt.
Eigene Erfahrungen habe ich damit aber zum Glück noch nicht gemacht.
lillifee2
Mhh das mir den versicherungen habe ich aber noch nicht gehört.
Also im Nachherein hat es uns schon geholfen unser Sohn ist seit der behandlung viel umgänglicher sein Freundeskreis ist enorm angewachsen.
Er ist nicht mehr arg so laut wie zb: man sitzt gemütlich beim essen am Tisch alles ist leise bis auf das Zappeln von pascal auf einmal ein schrei er springt auf und rennt rum....
So etwas gibt es jetzt nicht mehr das gesamte familienleben ist ruhiger friedlicher gewurden.
Natürlich werden beide kinder von uns auch na nicht streng aber schon mit einer gewissen härte erzogen sprich ich sage nicht alles drei mal ,zähle bis drei oder so ich sage es einmal und dann muss es klappen oder es folgt die bestraffung wie ins Zimmer usw.
das einzige was Pascal noch nicht so im griff hat ist das naschen was ja so gut für ADHS Kinder ist da müssen wir noch eineige Berge überwinden im Moment ist die Küche über Nacht abgeschlossen weil er sonst an die Schränke geht und sich heimlich zeug rausholt obwohl wir die absprache haben einmal am Tag gibts was kleines und das wars.
Na es kann halt ja nicht alles gut sein.
Aber siehste mal so hat jeder seine erfahrungen
Lg Eileen
engel44
Mein Sohn (9 Jahre) hat auch ADHS! Und bekommt seit dem 6 Lebensjahr Ritalin! Er war auch schon ein halbes jahr in einer klinik

ich habe viele varianten ausprobiert um nicht RITALIN geben zu müssen,aber alle haben fehlgeschlagen

Fällt mir jetzt nicht leicht das zu tippen,denn ich werde oft kritisiert,weil ich RITALIN gebe!Doch wessen Kind Stark davon betroffen ist,weiss warum! Habe Hoffnung,dass er irgendwann mal ohne Medikamente leben kann....