Erziehungsstile

Mia
Das Thema wurde bei uns in meiner frühen Schulzeit behandelt. Bei euch auch?
Schade das ich nicht mehr genau weiss, wie das Thema behandelt wurde bzw. was meine damalige Auffassung zu diesem Thema war. Ist halt schon zu lang her großes Grinsen

Kennt ihr verschiedenste Erziehungsstile? Verfolgt ihr einen gewissen Erziehungsstil? Kann man überhaupt nur einen Stil verfolgen oder vermischt sich das doch? Wie wurdet ihr erzogen?

Zitat:

Autokratischer Erziehungsstil: Bei dem autokratischen Erziehungsstil wird gegenüber dem zu Erziehenden ein hohes Maß an Autorität ausgeübt. Eine mögliche Eigeninitiative und die Meinung des zu Erziehenden werden unterdrückt bzw. nicht berücksichtigt.
Autoritärer Erziehungsstil: Der autoritäre Stil, der mit einem interventionalen Erziehungsbegriff einhergeht, setzt stark auf die Erziehungsmittel Belohnung und Bestrafung und weniger auf Überzeugung, vermittelt aber meist Sicherheit. Die Meinung des zu Erziehenden wird akzeptiert, zum Schluss bestimmt jedoch der Erzieher, der erst später in den Hintergrund tritt.
Demokratischer Erziehungsstil: Ein demokratischer Erziehungsstil lässt sich mit dem reformpädagogischen Erziehungsbegriff verbinden. Hier spielt Konsens beim Einsatz von Erziehungsmaßnahmen eine größere Rolle. Erziehungshandeln soll für alle Beteiligten transparent sein. Der zu Erziehende wird als ernster Gesprächspartner betrachtet und soll mit steigendem Alter selbstständiger und eigenverantwortlicher handeln. Die Notwendigkeit, manchmal Grenzen zu setzen, wird im Regelfall besprochen.
Egalitärer Erziehungsstil: Innerhalb des egalitären Erziehungsstils haben Erzieher und zu Erziehender die selben Rechte und Pflichten. Die Meinung des zu Erziehenden wird nicht nur eingeholt und berücksichtigt, sondern besitzt das gleiche Gewicht wie die des Erziehenden.
Permissiver Erziehungsstil: Der permissive Erziehungsstil ist eine gemäßigte Form des Laissez-faire-Erziehungsstils. Der Erziehende hält sich bei der Erziehung eher zurück, ein Setzen von Grenzen findet nur selten statt.
Laissez-faire-Erziehungsstil: Der Laissez-faire-Erziehungsstil korrespondiert mit dem antipädagogischen Erziehungsbegriff. Erziehung wird hier als eine nicht legitime Maßnahme gegenüber Kindern aufgefasst und dementsprechend unterbleiben zielgerichtete Erziehungsmaßnahmen.
Negierender Erziehungsstil: Beim negierenden Stil kann nicht von bewusster Erziehung gesprochen werden; das Verhalten des zu Erziehenden wird vom Erzieher nicht beeinflusst. Es bestehen keine Erziehungsmaßnahmen und kein Interesse gegenüber der Entwicklung des zu Erziehenden.

quelle


Wenn ich ehrlich bin sagen mir nur noch der Begriff "Laissez-faire-Erziehungsstil" etwas und ein "antiautoritärer Erziehungsstil"
Jenie
Hallo,

also mir sagen von der Schulzeit her auch nur der Antiautoritäre der Autotäre und der Laissez-faire stil noch was.

Selber versuche ich halt mein bestes zu geben wie jeder. Verfolge aber jetz nicht eine bestimmte richtung und habe wie jeder auch so meine Tage wo man alles schleifen lässt und Tage an denen man halt sehr konsequent ist. Hauen gibts nicht bei mir (wobei mir wohl schon auch mal bisher in den ganzen 13 jahren bestimmt 5 mal die hand ausgerutscht ist) aber dann entschuldige ich mich auch dafür.
Zudem lege ich wert darauf das ich mit gutem Beispiel voran gehe in puncto bitte und danke sowie wenn ich ein Tag habe an dem ich genervt bin -- den kindern auch zu sagen: Hey heute geht es Mama nicht so gut also wenn ich heute einen blöden ton habe verzeiht es weil ich einfach nicht so gut drauf bin oder so in der art.
Desweiteren sehe ich vieles nicht so verkrampft und versuche die Erziehungsaufgaben ein wenig sportlich zu sehen mit ein wenig witz.
Da wo es ernst ist bin ich auch ernst.
ernst ist für mich da wo Gefahr droht. Alles andere bemühe ich mich mit logischen konsequenzen zu lösen.

grüßle
Jenie
Supermama
wo ist die humorvolle Erziehung?
Ich erziehe mit Humor,d.h ,dass wir viele Dinge spassig gestalten wie z.B das Aufräumen des Kinderzimmers oder den Einkauf .
Somit erspart man sich viel Ärger und Nervenkrieg zwinkern


Die Begriffe sagen mir nichts,deshalb stimme ich auch nicht ab zwinkern
In gewissen Dingen bin ich streng,aber Anschreien und Schlagen sind absolut tabu.
Es kann passieren,dass die Hand ausrutscht,aber dann soll man soviel Anstand haben und sich beim Kind entschuldigen.
Ich sag immer ich erziehe "auf meine Weise".
Rosalia73
Hallo zusammen,

zum Thema Erziehung kann ich nur jeder Mutter dringenst das Buch von John Gray "Kinder sind vom Himmel" ans Herz legen. Ja richtig, er hat auch das bekannte Frauen/ Männer-Buch geschrieben. Aber Achtung , das Buch ist nur für Frauen, die sich konkret mit neuen Erziehungsmethoden auseinandersetzen und die Wirkung zu schätzen wissen. Meine eigenen Erfahrungen sind ein selbstbewusstes, freundliches, hilfsbereites 4 jähriges Mädchen, das gerade bei mir sitzt...und viele positive Komplimente meiner Umgebung. Lasst Euch überraschen...

Grüße Anja und Julina
Käthe
uuuuuiii wusste gar nicht das es so viel erziehungsstile gibt verwirrt kannte von zu hasu nur einen ..mach das sonst setzt es was ..leider, ich halte es so das ich sicher sehr konsequent bin , abe die lütte mitspracherechte hat. erweißt sich dann als sehr nützlich , wenn sie sich nicht daran hält und ich ihr sagen kann , das hast du auch so gewollt. ansonsten auch mit sehr viel spaß. das ich da nicht so verkehrt liege, bestätigte mir die mittagsbetreuung von der schule , wo die lütte das wohl auch beim mittagskreis so handhabt.. ich habe aber bisher noch kein buch deshalb gelesen, sicherlich gibt es da anregungen, aber es ist nicht wirklich mein fall.
Melea
Lea und ich diskutieren viel sie kann und soll mir ihre Meinung sagen. Wenn es um Entscheidungen geht wird sie mit einbezogen soweit es mir möglich ist. Wichtig hierbei ist mir aber dass sie ihre Grenzen kennt und das tut sie, sie weiß ganz genau wann sie mit mir diskutieren kann und wann nicht. (Wenn z.B. schon über eine Sache entschieden wurde)

Ich selber bin autoritär erzogen worden, das war grausam. Habe viele Entscheidungen, die meine Eltern für mich getroffen haben überhaupt nicht verstanden, weil nicht mit mir darüber gerdet wurde und ich nicht das Recht hatte meine Meinung zu äußern. Dadurch dass Lea und ich sehr viel diskutieren versteht sie auf viele Dinge schon. Sie weiß auch genau was sie will und auch habe gelernt gelernt gewisse Dinge, die sie nicht mag zu akzeptieren.

Bin jetzt etwas ausschweifend gewesen, hoffe ihr habt in dem wirrwarr verstanden, was ich Euch mitteilen wollte großes Grinsen
Antje
ich beziehe julien in alles mit ein und höre mir auch seine meinungen an und entscheide dann.

über seine sachen kann er selbst entscheiden. ich würde zum beispiel nie einfach was von seinen sachen nehmen und wegschmeißen oder einem anderen kind zum spielen geben oder wenn er etwas süßes oder so hat einfach wegessen, ich frage ihn immer ob ich was bekommen darf.

also eigentlich behandel ich ihn in der beziehung wie einen erwachsenen, man selber möchte auch über seine sachen selbst bestimmen können, also geb ich dem kleinen auch dieses recht.

es gibt natürlich regeln wie zimmer aufräumen und so, wo ich dann schon mit entscheide und sage das es mal wieder zeit wird, aber eigentlich wird das jeden abend gemacht ohne das es streit gibt, meißt geht das ganze sehr lustig zu.
Antje
Zitat:
Original von Rosalia73Meine eigenen Erfahrungen sind ein selbstbewusstes, freundliches, hilfsbereites 4 jähriges Mädchen

Grüße Anja und Julina


das klingt ja schön, aber ich muß ehrlich sagen das mein sohn auch freundlich (er sagt zum beispiel bei allem bitte und danke ohne das ich ihn dran erinnern muß), selbstbewußt und vor allem hilfsbereit ist....

wie erziehst du denn deine tochter, das würde mich schon interessieren, aber ich denke auch ohne ein buch gelesen zu haben kann man sein kind erziehen und es wird ebenso freundlich und hilfsbereit...
reny
Also, die Erziehungsstile kenn ich alle. Arbeite auch im Kindergarten. Ich sag mal, eine gute Mutter kann ihr Kind immer erziehen und braucht dafür keine Anleitungen. Solange man das Kind wie eine eigenständige Person behandelt und ihm alles erklärt (was falsch und was richtig is).
Ob nun Kind oder Erwachsener, jeder is in seiner Person einzigartig.
Ein Kind sollte auch nach dem bestrafen gefragt werden, warum es bestraft wurde und es ihm nochmal erklären. Und ich denk, das kann und weiß jede Mutter ohne Anleitungen. zwinkern
Antje
Zitat:
Original von reny
Solange man das Kind wie eine eigenständige Person behandelt und ihm alles erklärt (was falsch und was richtig is).
Ob nun Kind oder Erwachsener, jeder is in seiner Person einzigartig.
Ein Kind sollte auch nach dem bestrafen gefragt werden, warum es bestraft wurde und es ihm nochmal erklären. Und ich denk, das kann und weiß jede Mutter ohne Anleitungen. zwinkern


Genauso sehe ich das auch. Ich achte auch immer darauf das Julien sich entschuldigen muß wenn er mich zum Beispiel gehauen hat oder so, dann frage ich ihn ob er auch weiß warum er sich entschuldigen mußte. Er weiß das immer. Und wenn ich doch mal lauter werde, vielleicht auch mal ohne einen richtigen Grund, sondern einfach weil ich mal genervt bin und nen schlechten Tag hatte, geh ich auch hin und entschuldige mich bei ihm.

Also, ich glaube das heißt einfach RESPEKT....und nicht denken weil es ein Kind ist, kann man alles über seinen Kopf hinweg bestimmen und entscheiden.
reny
Ganz genau, auch Mütter sind nur Menschen und sind mal genervt und dann muss man sich halt auch bei seinem Kind entschuldigen, sonst weiß das Kind ja nicht warum es sich entschuldigen soll. Kinder lernen von den Erwachsenen. Wenn Lucy was angestellt hat, werd ich auch mal laut, aber ich schrei sie halt nicht an und wenn ich schimpfe, dann immer in Augenhöhe. zwinkern